5. März 2018, 10:14
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“Italien braucht pro-europäische Regierung”

Wochenlang haben die Europäischen Kapitalmärkte auf die Entscheidung der SPD Mitglieder gewartet. Fast zwei Drittel der sich an der Abstimmung für einen Regierungseintritt beteiligenden Mitglieder wünschen sich eine Große Koalition. Ein gutes Zeichen, meint Dr. Sebastian Klein von der Fürstlich Castell’schen Bank. Für Italien fordert er stabile Verhältnisse.

Dr -Klein-F Rstlich in Italien braucht pro-europäische Regierung

Dr. Sebastian Klein, Fürstlich Castell’sche Bank: “Italiens Wirtschaft kann nur in der Europäischen Familie

“Das wird mittelfristig für Ruhe in den in den letzten Wochen nervösen europäischen Kapitalmärkten sorgen, wenn Deutschland, die wirtschaftliche Lokomotive Europas, über eine stabile berechenbare Regierung verfügt. Damit bestätigt sich die regionale Übergewichtung Europas in unserer Vermögensverwaltung. Die neue Regierung wird die Partnerschaft mit Frankreich stärken und den Euro gegen globale Krisen stärken”, meint Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank.

Keine eindeutigen Ergebnisse in Italien

Die Wahl in der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft Italien wird keine eindeutigen Ergebnisse gebracht haben. Die europakritische Fünf Sterne Bewegung hat keine Mehrheit erhalten. Klare Verlierer sind wohl die bisher regierenden Sozialdemokraten. Das Mitte-Rechts Bündnis um Silvio Berlusconi wird wohl eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung spielen. Innerhalb des Bündnisses hat die ausländerfeindliche Lega die stärksten Zugewinne verzeichnen können.

Banken leiden noch immer unter den Folgen der Finanzkrise

“Für die Kapitalmärkte ist es enorm wichtig, dass  in Italien möglichst schnell eine tragfähige pro-europäische Regierung gebildet wird. Italiens Wirtschaft kann nur in der Europäischen Familie gesunden. Viele Banken leiden immer noch unter den Auswirkungen der Finanzkrise von vor zehn Jahren und sind nicht in der Lage, die mittelständig geprägte Wirtschaft zu unterstützen. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist auch ein Problem, welches gemeinsam mit Europa und nicht separatistisch gelöst werden muss”, so Klein. (fm)

Foto: Michael Sommer

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