24. Mai 2018, 11:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehr als Facebook: Alternativen im Technologiesektor

Hat der Technologiesektor nach dem Einbruch des Aktienkurses von Facebook seinen Glanz verloren? Während dramatische Schlagzeilen daran erinnern, welche Risiken von einem sich verschärfenden regulatorischen Umfeld ausgehen, sollten Anleger nicht aus den Augen verlieren, dass disruptive Technologien und Trends ein Schlüsselfaktor für eine langfristige Performance sind. Auch wenn Investoren den Appetit auf Facebook verloren haben, gibt es immer noch viele andere Optionen im Tech-Sektor, die ausgezeichnete Wachstumschancen bieten. Ein Gastbeitrag von David Older, Carmignac

Carmignac Older David-Kopie in Mehr als Facebook: Alternativen im Technologiesektor

Davis Older, Carmignac: “Die Umstellung von Softwarelizensierung auf abonnementbasierte Modelle verbessert langfristig das Finanzprofil von Softwareunternehmen.”

Die Fähigkeit, große Datenmengen zu sammeln, zu analysieren und zu nutzen, ist in vielen Branchen ein Kernthema. Man erkennt es z.B. im Bereich Unternehmenssoftware: Viele Unternehmen sind hier aktiv, sie wollen ihre IT-Infrastruktur modernisieren und das Potenzial nutzen, dass ihnen die Datenanalyse offenbart. Die Umstellung von Softwarelizenzierung auf abonnementbasierte Modelle verbessert zudem langfristig das Finanzprofil von Softwareunternehmen.

Splunk gehört zu den Marktführern im Bereich IT Operations Analytics und greift auf einen Zielmarkt von rund 55 Milliarden US-Dollar zurück. Splunk ist nicht nur ein starker Akteur auf dem Markt für Sicherheitsinformationen und Eventmanagement, sondern expandiert auch zusehends in den Bereich Business Analytics. Dieser Schritt ermöglicht weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Potenzial von Videospielen

Am eher unbeschwerten Ende des Softwarespektrums sollten Anleger das Potenzial von Videospielen nicht übersehen. Ab 2017 wird die Gaming-Industrie auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt und wächst um rund neun Prozent pro Jahr deutlich schneller als andere Unterhaltungsindustrien wie Film und Musik. Das Durchschnittsalter eines US-Videospielers liegt bei 35 Jahren, was die große Attraktivität des Gamings im Unterhaltungssegment zeigt.

Interaktionen mit Nutzern steigern

Ähnlich wie bei Unternehmenssoftware wandeln sich auch bei Videospielen die Umsatzmodelle. Was früher eine zyklische Branche war, die auf die Einnahmen aus der ersten Veröffentlichung eines Spiels angewiesen war, werden immer mehr In-Game-Käufe, Add-Ons und Mikrotransaktionen eingesetzt. So können die Einnahmen über mehrere Jahre verteilt werden. Darüber hinaus zeigt die wachsende Popularität des Live-Streamings von Videospielwettbewerben, wie Spielehersteller mehr Möglichkeiten finden, die Interaktionen mit ihren Nutzern zu steigern und mehr Umsatz zu generieren als zuvor. Activision Blizzard ist ein Unternehmen, das von steigenden Margen und einer geringeren Zyklizität in der Branche profitiert.

Sich in unerschlossenen Märkten positionieren

Ist in einem bestimmten Land ein erfolgreicher Technologietrend zu beobachten, ist es sinnvoll zu überlegen, in welchen anderen Regionen er gewinnbringend eingesetzt werden könnte. Man spricht hier vom “Proof of Concept”, was ein neues Geschäftsmodell unterstützt und die Möglichkeit eröffnet, sich in einem großen, unerschlossenen Markt zu positionieren. Ein gutes Beispiel dafür ist Mercadolibre, ein aufstrebendes E-Commerce-Unternehmen in Lateinamerika. Mercadolibre entwickelt derzeit sein Zahlungssystem weiter, um ein stark unterpenetriertes Segment in der Region anzusprechen. Dies ähnelt dem erfolgreichen Muster von PayPal und eBay von vor einigen Jahren.

David Older ist Head of Equities bei Carmignac.

Foto: Carmignac

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mehr Schutz für die Zähne, ambulant und stationär?

Einfach geregelt. Mit den neuen Zusatzversicherungen der SDK. Als Einzelversicherung für Privatpersonen oder als betriebliche Krankenversicherung für Firmen.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Bundesweiter Mietenstopp schadet Mietern

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert die aktuellen Vorschläge des Deutschen Mieterbundes für einen bundesweiten Mietenstopp.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...