16. Mai 2018, 13:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warren Buffett wettet auf Teva und Bayer-Monsanto-Deal

Investorenlegende Warren Buffett setzt neben seinem Faible für Apple große Hoffnungen auf die Ratiopharm-Mutter Teva und die Übernahme von Monsanto durch Bayer. Vom IT-Urgestein IBM verabschiedet sich der Investor jedoch vollständig.

Warren Buffett wettet auf Teva und Bayer-Monsanto-Deal

Der 87-jährige Buffett ist für seinen guten Riecher für lukrative Börsengeschäfte berühmt.

Im abgelaufenen Quartal steckte Buffetts Beteiligungsgesellschaft Birkshire Hathaway hohe Summen in Apple- und Monsanto-Aktien, wie sie in der Nacht zum Mittwoch in Omaha mitteilte.

Beim israelischen Pharmakonzern Teva verdoppelte Berkshire seine bisherige Beteiligung und stieg damit zum drittgrößten Anteilseigner auf. An der Börse in Tel Aviv wurden die Nachrichten mit Begeisterung aufgenommen.

Der Kurs der Teva-Aktien legte am Mittwoch um mehr als drei Prozent zu. Berkshire hält nach eigenen Angaben 40,5 Millionen Hinterlegungsscheine für Teva-Aktien im Wert von 822 Millionen US-Dollar.

Erfolgreiche Bayer-Übernahme erwartet

Der hochverschuldete Pharmariese hatte zuletzt Fabriken geschlossen und seine Belegschaft zusammengestrichen, um seine Kosten zu senken. Zuletzt hob das Unternehmen seine Gewinnprognose an, da das Sparprogramm zu greifen beginnt.

Der 87-jährige Buffett ist für seinen guten Riecher für lukrative Börsengeschäfte berühmt. Seine von Kenntnis, Wortwitz und Selbstironie geprägten Beiträge zum Thema haben ihm den Spitznamen “das Orakel von Omaha” eingebracht.

Jetzt setzt Buffett noch stärker darauf, dass die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den deutschen Bayer-Konzern gelingt.

Bayer-Chef zeigt sich zuversichtlich

Zwischen dem Jahreswechsel und Ende März kaufte Berkshire weitere Monsanto-Aktien – und stockte seine Beteiligung auf 19 Millionen Papiere im Gesamtwert von 2,2 Milliarden Dollar per Ende des ersten Quartals auf.

Die Übernahme ist noch nicht sicher. Bayer und Monsanto arbeiten noch daran, die Voraussetzungen für noch ausstehende behördliche Genehmigungen zu erfüllen.

Bayer-Chef Werner Baumann hatte sich zuletzt sehr zuversichtlich gezeigt, den mehr als 60 Milliarden Dollar schweren Deal bis Ende Juni unter Dach und Fach zu bringen.

Abschied von IBM

Weitaus mehr Geld als in Teva und Monsanto steckte Berkshire wie bereits bekannt in Apple. Allein im ersten Quartal kaufte Berkshire 75 Millionen Anteile an dem iPhone- und Mac-Hersteller, an dem er vor einigen Jahren noch gezweifelt hatte – wie auch an anderen Tech-Werten.

Mit über 240 Millionen Apple-Aktien Ende März im Wert von derzeit fast 45 Milliarden Dollar gehört Berkshire zu den größten Anteilseignern des iPhone-Konzerns.

Komplett verabschiedet hat sich Buffett hingegen von IBM. Hatte er Ende März 2017 noch rund 65 Millionen IBM-Aktien gehalten, waren es zum Jahreswechsel schon nur noch zwei Millionen gewesen. Im ersten Quartal vollzog der Investor den letzten Schritt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Warren Buffett:

Die Kosten des Betrugs

Warren Buffett hat verkauft? Kaufen!

Warren Buffett über Bitcoin: “Rattengift zum Quadrat”

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

myLife mit leichtem Gewinn

Die myLife Lebensversicherung AG, Göttingen, hat mit ihrem Fokus auf provisionsfreie Netto-Produkte weiter Erfolg. Im Geschäftsjahr 2017 wuchs das Neugeschäft im strategischen Kerngeschäft deutlich um 82,1 Prozent – von 60,8 Millionen Euro (2016) auf 110,7 Millionen Euro.

mehr ...

Immobilien

Immobiliendarlehen: DKB wegen Rückabwicklung verurteilt

Wie das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg aktuell feststellte, war ein Kunde der Deutsche Kreditbank AG (DKB) aufgrund seines erklärten Widerrufs nicht mehr verpflichtet, die in einem Darlehensvertrag vereinbarten Zins- und Tilgungsraten zu leisten.

mehr ...

Investmentfonds

20 Jahre EZB: Das Urteil der Ökonomen

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt es seit 20 Jahren. Aus diesem Anlass haben deutsche Volkswirte die Arbeit des Instituts bewertet. Grundsätzlich fällt ihr Urteil positiv aus, doch nicht alle Ökonomen sind zufrieden.

mehr ...

Berater

Viele Kunden wollen auf Briefe nicht verzichten

Nur sechs Prozent der Versicherten lehnen digitale Angebote ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Kubus Privatkunden” von MSR Insights. Die Studie zeigt allerdings auch, dass nach wie vor Kundensegmente existieren, die auf klassische Kommunikation via Briefpost nicht verzichten wollen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Vorstandswechsel bei der Immac-KVG

Mit Wirkung zum 1. Mai 2018 wurde Elisabeth Janssen zum Vorstandsmitglied der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG bestellt. Frank Iggesen verlässt das Unternehmen.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Demenz und Testierfähigkeit bei notariellem Testament

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Alzheimerdemenz. In einem aktuellen Urteil musste das Oberlandesgericht (OLG) Hamm nun darüber entscheiden, ob eine derartige Erkrankung ein notarielles Testament wegen Testierunfähigkeit unwirksam macht.

mehr ...