17. Dezember 2019, 10:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Banken: Digitalisierung soll Allfinanz-Geschäft beflügeln

Kooperationen wie die von Banking-as-a-Service-Anbieter Banksapi mit dem Versicherungsanalysten Franke und Bornberg sind in umgekehrter Richtung ebenfalls verstärkt zu erwarten. Dazu kommt, dass sich offline Bank- und Versicherungsvertrieb kulturell stark unterschieden haben. Diese Hürde ist durch die Digitalisierung deutlich niedriger geworden.

Die Banken reagieren mit dem Zusammenwachsen von Bank- und Versicherungsangeboten zudem auf eine steigende Nachfrage bei den Kunden. Die wünschen sich zunehmend Lösungen aus einer Hand für eine bestimmte Lebenssituation. Die Folge ist, dass Branchengrenzen überall verschwimmen und sich strategische Allianzen bilden – auch unter Wettbewerbern.

Damit das Geschäftsfeld Allfinanz im erneuten Anlauf nachhaltig mehr Erträge abwirft, müssen Banken wie Versicherer nun ihre Kunden von den Mehrwerten überzeugen. Bankberater können beispielsweise mithilfe explorativer Datenanalyse aus Kontobewegungsdaten einen Vorsorge- oder Absicherungsbedarf herauslesen und ihren Kunden aktiv eine passende Versicherungslösung anbieten, die sie sofort im Online-Banking abschließen können.

„Mit getrennten Produkt- und Dateninseln wird die Idee Bancassurance nicht funktionieren“, sagt Stefan Lamprecht, Senior Director Banking von Sopra Steria Consulting. Allfinanz-Lösungen, die Konto und Versicherung zusammenführen, könnten nur der Einstieg sein.

“Mit den gesammelten Erfahrungen sollten Banken in Folgeschritten ihr Ökosystem um weitere Partner und Angebote erweitern“, so Lamprecht. Dieser Schritt zur digitalen Plattform steht auf der Agenda vieler Banken – zunächst allerdings mit bewährten Produkten. 52 Prozent der Institute planen als Wachstumsmaßnahme das Angebot neuer Finance-Angebote, auch von Drittanbietern, so die Studie.

Bildschirmfoto-2019-12-17-um-10 08 28 in Banken: Digitalisierung soll Allfinanz-Geschäft beflügeln

Foto: Shutterstock; Grafik: Sopra Steria Consulting

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Weniger Autounfälle wegen Corona-Pandemie

Die Beschränkungen wegen des Coronavirus wirken sich auf die Verkehrssicherheit in Deutschland aus. Da das Verkehrsaufkommen zurückgeht, werde es in diesem Jahr auch “deutlich rückläufige Schäden” geben, sagte Huk-Coburg-Vorstandschef Klaus Heitmann. Für eine Quantifizierung sei es aber noch zu früh.

mehr ...

Immobilien

Aktivität der Projektentwickler kühlt ab

Schon vor Corona ist der Markt für Immobilien-Projektentwicklungen in Deutschland deutlich abgekühlt. Vor allem Wohnungsbauprojekte gehen zurück. Das ergab die “Projektentwicklerstudie 2020” des Marktforschungsunternehmens bulwiengesa.

mehr ...

Investmentfonds

Zu früh für den Einstieg am Aktienmarkt

Esty Dwek, Head of Global Market Strategy bei Natixis Investment Managers, zu den Folgen der Corona-Pandemie für die Aktienmärkte.

mehr ...

Berater

WhoFinance hilft bei der Suche nach Fördermittel-Beratern

Die Finanzberatungsplattform WhoFinance hat in Anbetracht der Coronakrise ein Verzeichnis von Fördermittel-Beratern erstellt. Dort findet man Berater, die Unternehmen und Selbstständigen bundesweit per Videoberatung in der Krise helfen wollen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Online-Tool für RWB-Vertriebspartner stärker gefragt

Die RWB Group, Spezialist für Private-Equity-Dachfonds, stellt ihren angebundenen Vertriebspartnern eine hauseigene Online-Beratungs- und Zeichnungsplattform zur Verfügung. Die Nachfrage danach hat in den letzten beiden Wochen spürbar zugenommen, so das Unternehmen.

mehr ...

Recht

Minijobber in Corona-Zeiten

Laut Bundesagentur für Arbeit gab es in Deutschland im Dezember 2019 gut 7,5 Millionen so genannte Minijobber. Weil Minijobs arbeitslosenversicherungfrei sind, ist der Bezug von Kurzarbeitergeld für 450-Euro-Jobber ausgeschlossen. Doch was gilt für Minijobber in Corona-Zeiten? Bekommen sie weiterhin Geld, wenn sie aufgrund des Coronavirus zu Hause bleiben müssen? Darf Minijobbern einfach gekündigt werden? Oder dürfen sie während der Corona-Pandemie sogar mehr arbeiten? Antworten zu den wichtigsten Fragen liefert die Arag.

mehr ...