7. Januar 2019, 06:27
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Gebühren fressen Rendite: So schützen Sie Ihr Portfolio in vier Schritten

Aktive Aktienfonds kosten nach Angaben des “Handelblatts” durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr, Anleihenfonds ein Prozent, Mischfonds, die in Aktien und Anleihen investieren, häufig noch mehr. Fonds, die mehr als zwei Prozent pro Jahr kosten, sollten Anleger meiden, rät Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen: “Zu einem derart teuren Fonds gibt es meist ein günstigeres Pendant.”

Besonders günstig sind Indextracker wie ETFs, die auch in fallenden Märkten meist erfolgreicher als aktive Strategien sind, wie unter anderem Analysen von “Morningstar” belegen. Ein Grund dafür sind ihre niedrigen Kosten.

Nach einem Bericht von “Bloomberg” war 2018, trotz steigender Volatilität und mehren Börsencrashs, das Jahr mit dem zweithöchsten ETF-Handelsvolumen innerhalb der letzten zwölf Jahre. Erfolgreicher waren die Indextracker nur in 2017. Ein Grund dafür sei, dass Investoren bei steigender Unsicherheit und sinkenden Renditen mehr Wert auf niedrige Gebühren legen.

Dieses Verhalten ist rational, auch bei der Auswahl aktiver Fonds. Die Analyseplattform Morningstar hat herausgefunden, dass die günstigen aktiven Fonds mit höherer Wahrscheinlichkeit ETFs outperformen. Besonders niedrig ist die Erfolgsquote der teuersten Fonds.

Schritt drei: Ordnung im Portfolio

Kosten können Anleger aber auch vermeiden, indem sie ihr Portfolio ordnen, Überdiversifikation und zu häufige Trades vermeiden. Denn auch das verursacht Transaktionskosten und kostet Rendite. Chaos zu vermeiden oder wieder aufzuräumen, kann nach einer Anleitung von Stiftung Warentest Finanztest gelingen.

Schritt vier: Steuern und Co.

Der Jahresstart ist ebenfalls ein guter Zeitpunkt, um zu überprüfen, ob das Portfolio auf die Investmentsteuerreform vorbereitet ist. So sollten Anleger beispielsweise ihren Freistellungsauftrag anpassen, wenn sie dies nicht schon vor dem Jahresende erledigt haben. (kl)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Ich bin ein jahrelanger Leser Ihres Magazins und schaue mir auch online öfters Artikel an. Bei diesem hier bin ich allerdings etwas irritiert. Jeder der sich mit Fonds etwas auskennt, weiß, dass man diese am günstigsten bei den freien Fondsvermittlern im Internet kaufen und verwahren kann. Diese werden bei dem Vergleich gar nicht berücksichtigt. Obwohl die Anleger dort keinen Ausgabeaufschlag zahlen und nur geringe Depotgebühren. Es gibts sogar bereits mehrere Fondsvermittler, die einen Teil der Bestandsprovision des Fonds als Kickback/Cashbackzahlung an den Anleger zurück zahlen. Ich würde mich freuen, wenn Sie bei ihren nächsten Artikeln über Fonds und den damit verbundenen Kosten objektiv dem Leser alle Möglichkeiten aufzählen, so dass dieser sich dann für die Variante entscheiden kann, die ihm zusagt. Herzliche Grüße aus Hamburg, Friedrich von Holst

    Kommentar von Friedrich von Holst — 10. Januar 2019 @ 16:33

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