8. Mai 2019, 10:16
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Twitterschlacht: Scheitert das Abkommen der USA mit China?

Unter Führung des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer auf amerikanischer und des stellvertretenden Ministerpräsidenten Liu He auf chinesischer Seite sollte die wohl letzte Runde in den Handelsgesprächen absolviert werden.

Daher reist die chinesische Delegation mit großer Zahl an Fachleuten und Abteilungsleitern zur Vorbereitung des Abkommens für die finale Unterschrift der Präsidenten Trump und Xi.

Nun berichten die Agenturen, dass die chinesische Seite erwägt, die Reise abzusagen.

 

Wie gefährlich ist Donald Trumps Twitter-Daumen wirklich?

Erstens: Es entspricht typisch Trump‘scher Verhandlungstaktik, kurz vor Vertragsabschluss der Gegenseite noch einmal einen heftigen und möglichst unerwarteten Schuss vor den Bug zu verpassen.

Mit einer ähnlichen Aktion schockierte Trump Mexikaner und Kanadier in den USMCA (vormals NAFTA)-Verhandlungen und holte tatsächlich einen besseren Zugang der US-Milchbauern zum kanadischen Markt heraus.

 

Gleicher Fehler – anderer Verhandlungspartner

Auch beim Gipfel mit Kim Jong Un im Februar in Hanoi versuchte Trump, den nordkoreanischen Diktator mit einer Maximalforderung zu überraschen, nämlich Lockerung der US- Sanktionen erst für den Fall, dass Nordkorea sein Atomprogramm komplett einstelle.

In diesem Fall scheiterte Trumps Schocktaktik, und der Gipfel endete mit einer medialen Niederlage. Denn selbst wenn Kim gewollt hätte, wäre es für ihn nahezu unmöglich gewesen, ein Ergebnis zu erzielen, ohne sein Gesicht zu verlieren.

Gut möglich also, dass Trumps Präferenz für extrem aggressive Verhandlungstaktik im Falle asiatischer Verhandlungspartner eher an Grenzen stößt und sich der Präsident verrechnet, wenn er auf ein schnelles Einknicken der Chinesen setzt.

 

Aus China selbst verlautet, „man sei schon lange auf das Schlimmste vorbereitet“

Zweitens ändert sich nichts an der Vorteilhaftigkeit einer Einigung für beide Seiten. China kann den wachstumsfördernden Impuls eines wieder störungsfreien Welthandels gut gebrauchen, und Trump möchte sich seinen Wählern als erfolgreicher Dealmaker präsentieren.

Seite 3: Leidet Europa am Meisten?

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