Goldfonds: In neuem Glanz

Viele Rohstofffonds decken Metalle ab

Wer in Gold oder andere Metalle investieren, aber keine einzelnen Produkte kaufen möchte, kann auf Rohstofffonds zurückgreifen. Solche Investmentfonds legen meist in Aktien von Unternehmen weltweit an, die in diesen Geschäftsfeldern aktiv sind, etwa über Bergbau oder Exploration. Einige große Anbieter mit breitem Produktangebot sind zum Beispiel auch im Rohstoffbereich mit Fonds vertreten. Der BGF World Mining A2 EUR (LU0172157280) der weltgrößten Vermögensverwaltung Blackrock ist eines der Dickschiffe unter den aktiv gemanagten Fonds, der in Aktien von Unternehmen im Rohstoffbereich investiert.

In der Fondskategorie „Aktien Rohstoffe“ des Analysehauses Scope Analysis für den deutschen Markt ist er mit 4,4 Milliarden Euro Umfang Anfang Januar das mit Abstand größte Portfolio. Der nächstgrößere Fonds „Merian Gold & Silver“ (IE00BYVJR916) von Merian Global Investors kommt auf 510 Millionen Euro Volumen. Der BGF World Mining investiert vor allem in Aktien von Unternehmen aus dem Bergbau- und Metallbereich und in Titel von Firmen, die in den Feldern Gold oder anderen Edelmetallen oder im Mineralbergbau aktiv sind.

Der Bereich Gold war Anfang Januar mit 31 Prozent im Fonds vertreten, Kupfer mit 16 Prozent, Platin und Nickel mit jeweils gut zwei Prozent, weitere Industriemetalle ebenfalls mit mehr als zwei Prozent und Silber mit mehr als einem Prozent. Unter „Diverses“ fasst der Anbieter einen Anlageanteil von rund 40 Prozent zusammen. Unter den größten Einzelpositionen finden sich Aktien der drei größten Bergbauunternehmen der Welt, BHP Group, Rio Tinto und Vale sowie weitere „klassische“ Minenwerte wie Newmont Goldcorp, Anglo American, Barrick Gold und Wheaton Precious Metals.

2019 hat das Portfolio ein Plus von 22 Prozent verbucht, der Merian Gold & Silver mit 45 Prozent das Doppelte. Bei Letzterem hat sich die höhere Konzentration auf Gold- und Silbertitel ausgewirkt, nachdem der Preis für Edelmetalle nach den Zinssenkungen der US-Fed und der Europäischen Zentralbank im vergangenen Jahr angezogen hat. 2018 haben beide Fonds hingegen das weltweit schwache Aktienjahr zu spüren bekommen: Erster fuhr einen Verlust von 13 Prozent ein, Letzterer von 17 Prozent.

In der Fondskategorie „Aktien Rohstoffe und Energie“ stellt J.P.-Morgan als ein weiterer großer Vermögensverwalter das gewichtigste Portfolio. Der JPM Global Natural Resources A Acc EUR (LU0208853274) bringt 767 Millionen Euro auf die Waage und investiert ähnlich wie der BGF World Mining in Aktien von Gesellschaften aus den Bereichen Bergbau, Gold, weitere Edelmetalle und Basismetalle. Hinzu kommen Öl- und Gasaktien, die etwa ein Drittel des Fonds ausmachen. Enthalten sind aus diesem Segment zum Beispiel weitbekannte Namen wie Exxon Mobil und Total. Im vergangenen Jahr hat der Fonds einen Wertzuwachs von 17 Prozent erwirtschaftet, das Jahr davor allerdings ebenfalls mit einem Minus von elf Prozent abgeschlossen.

Amundi ist als ein weiterer Investmentgigant ebenfalls in dieser Fondskategorie vertreten. Sein größtes Portfolio dort ist der Amundi Fds CPR Global Resources – AE (C) (LU0557864617) mit einem Volumen von 153 Millionen Euro. Als größte Einzelpositionen sind ebenfalls zahlreiche Klassiker unter den Minen- und Energieunternehmen enthalten, etwa Newmont Goldcorp, Barrick Gold, Agnio Eagle Mines, Royal Dutch Shell und Exxon Mobil.

Der Schwerpunkt liegt auf Aktien von Firmen aus den USA und Kanada, auf die insgesamt zwei Drittel des Anlagevolumens entfallen. Die Bergbauriesen BHP Group und Rio Tinto mit Sitzen in Australien und Großbritannien sind bei den zehn größten Einzelpositionen nicht dabei, ebenso wie der brasilianische Minenkonzern Vale. Auch dieser Fonds hat 2019 ein sehenswertes Plus von 25 Prozent herausgeholt, 2018 aber ebenfalls 13 Prozent an Wert verloren.

Seite vier: So erfolgreich waren die Fonds

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