17. Januar 2020, 14:27
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Privates Geldvermögen trotz Zinsflaute auf Rekordhoch

Statistisch gesehen schwimmen die deutschen Haushalte im Geld: Trotz weiterhin konservativer Anlagestrategien ist das private Geldvermögen auf 6302 Milliarden Euro gestiegen – das ist fast doppelt so viel wie das Bruttoinlandsprodukt für 2018.

Geld in Privates Geldvermögen trotz Zinsflaute auf Rekordhoch

Sparfleiß und gestiegene Aktienkurse haben das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland auf einen Rekordwert getrieben. Auf 6302 Milliarden Euro summierte sich das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des dritten Quartals 2019, wie die Deutsche Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das war ein Anstieg um 67 Milliarden Euro oder 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Binnen eines Jahres erhöhte sich das Geldvermögen um 4,5 Prozent.

Sparer setzten den Angaben zufolge unter anderem weiter auf Bargeld und Bankeinlagen, die zwar wegen der Zinsflaute kaum noch etwas abwerfen, auf die sie aber schnell zugreifen können. «Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an», erklärte die Bundesbank. Anleger profitierten von gestiegenen Börsenkursen. Aktien und Anteile an Investmentfonds verzeichneten Zugewinne von 15 Milliarden Euro und trugen so ebenfalls zum Anstieg des Geldvermögens bei.

Zugleich nutzten die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen, vor allem für den Wohnungsbau. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Privathaushalte um etwa 25 Milliarden auf rund 1861 Milliarden Euro. Netto, also nach Abzug von Schulden, kletterte das Geldvermögen gegenüber dem Vorquartal um 41 Milliarden Euro auf rund 4441 Milliarden Euro.

Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen – nicht jedoch Immobilien. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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