Deutsche Frauen meiden oft den Kapitalmarkt

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35 Prozent der Frauen in Deutschland und Österreich sind entschlossen, ihr Geld nicht an den Kapitalmärkten anzulegen. Damit setzen sie einen Contrapunkt zu anderen Staaten in Europa.

In Finnland und Schweden sind die Frauen demgegenüber deutlich aufgeschlossener, hier lehnen dies nur 7 Prozent ab. Insgesamt zeigt sich zwar auch hierzulande, dass die Anlegerinnen immer mehr auf dem Vormarsch sind, allerdings kümmern sich nach wie vor mehr Männer um die Finanzen, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Dabei ist es keineswegs der Fall, dass Frauen das Thema Finanzen vernachlässigen, im Gegenteil. Vielmehr agieren sie deutlich anders. So geben 79 Prozent an, regelmäßig zu sparen, wohingegen nur 18 Prozent regelmäßig investieren. Bei den Männern legen indes 29 Prozent beständig Geld an.

Insgesamt besaßen im Jahr 2020 etwa 3,8 Millionen Männer und lediglich 1,6 Millionen Frauen in Deutschland Aktien. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Fonds/ETFs. Hier liegt das Verhältnis bei 5,9 Millionen Anlegern zu 3,5 Millionen Anlegerinnen.

Vergleicht man die Wertpapierdepots von Anlegerinnen und Anlegern, dann treten ebenfalls Unterschiede zutage. Männer haben in Summe einen höheren Aktienanteil (60 zu 53,5 Prozent), wohingegen Frauen stärker auf Fonds setzen (25 zu 18 Prozent). Fonds gelten als weniger riskant.

Wie die Infografik aufzeigt, gibt es bei Paaren beim Thema Finanzen nach wie vor eine klare Rollenverteilung. Bei 60 Prozent dieser übernehmen die Männer die Verantwortung für finanzielles, wohingegen in dieser Hinsicht nur bei jedem fünften Paar die Frauen das Sagen haben. Und dies, obwohl Studien bereits aufgezeigt haben, dass Frauen mitnichten weniger erfolgreich anlegen, im Gegenteil.

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