Niederlande machen Pause beim Fracking

Die Niederlande haben ein fünfjähriges Moratorium für das kommerzielle Fracking verhängt. Damit sind auch die Überlegungen zur Förderung von Schiefergas in der deutsch-niederländischen Grenzregion erst einmal gestoppt.

Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung des Schiefergases und über weitere Probebohrungen soll zum Jahresende fallen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zeigte sich am Dienstag erfreut. „Für mich ist völlig klar, dass Fracking mit gravierenden Folgen in unseren dicht besiedelten Regionen nicht verantwortbar wäre“, sagte sie.

Die Niederlande hätten beschlossen, die drei bereits vergebenen Genehmigungen für Forschungen durch Unternehmen nicht zu verlängern, sagte Wirtschaftsminister Henk Kamp in Den Haag. Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung des Schiefergases und über weitere Probebohrungen solle zum Jahresende fallen. Es gebe „noch viele Unklarheiten“ über die Effekte des Bohrens nach Schiefergas, hieß es.

Kritiker warnen vor Risiken

Beim Fracking wird mit hohem Druck ein Cocktail aus Wasser, Sand und Chemikalien in sehr tief liegende Gesteinsschichten gepresst, um sie aufzusprengen und so an Gas zu kommen. Kritiker sehen darin unkalkulierbare Risiken für die Umwelt und das Trinkwasser.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

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