Anzeige
25. Oktober 2016, 14:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Smart Beta ist in Europa immer stärker auf dem Vormarsch

Bei den europäischen Investoren nimmt die Akzeptanz und das Verständnis  für Smart-Beta-Strategien und Ansätze immer weiter zu.

Bryon-Lake-01-Kopie in Smart Beta ist in Europa immer stärker auf dem Vormarsch

Bryon Lake sieht für den Smart Beta Bereich noch viele weitere Chancen.

Deshalb dürften sich diese Strategien zunehmend durchsetzen, so das Ergebnis einer aktuellen, von Invesco PowerShares in Auftrag gegebenen Untersuchung. Die Studie „Smart Beta a tool for precision and control“ („Smart Beta als Präzisions- und Steuerungsinstrument“) wurde vom unabhängigen Finanzresearch-Unternehmen CoreData unter Investmentprofis in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Italien und Deutschland durchgeführt. Befragt wurden sowohl Nutzer als auch Nicht-Nutzer von Smart-Beta-Ansätzen. Im Fokus standen die Treiber von Smart Beta, Herausforderungen für Anleger sowie die praktische Umsetzung von Smart- Beta-Strategien und das Potenzial für eine noch breitere Durchsetzung dieser Strategien am Markt.

Zunehmend positive Einstellung zu Smart Beta

Von den befragten Nutzern erwarten 71 Prozent, dass Smart-Beta-Ansätze in den nächsten Jahren zunehmend breite Anwendung finden werden. 2015 lag der Anteil der Nutzer, die mit einem Mainstreaming von Smart Beta rechnen, erst bei 60 Prozent. Auf Länderebene war diese Erwartung in Frankreich (79 Prozent) und Großbritannien (78 Prozent) besonders ausgeprägt. So empfehlen inzwischen auch 73 Prozent der Smart-Beta-Nutzer ihren Kollegen und anderen Investmentprofis, diese Strategien ebenfalls einzusetzen.

Bryon Lake, Head of Invesco PowerShares EMEA, kommentierte: „Für die Nutzer entwickelt sich Smart Beta zunehmend zum Instrument der Wahl, um bestimmte Anlageziele zu erreichen. In den europäischen Anlageportfolios spielen Smart-Beta-Strategien eine immer wichtigere Rolle. Investoren nutzen Smart-Beta-Strategien auf unterschiedliche Weise und heben insbesondere die Flexibilität des Ansatzes hervor. Gleichzeitig schätzen die meisten Smart Beta als möglicherweise effizienten Ansatz, um konkrete Anlageziele zu erreichen.“ Nutzer rechnen mit höheren Allokationen in Smart Beta.

Höhere Gewichtung in den Depots

Die Nutzer äußern sich nicht nur zunehmend positiv über Smart Beta, sondern gewichten diese Strategien in ihren Portfolios auch entsprechend höher: 71 Prozent der Nutzer geben an, dass sie einen schrittweisen Ausbau ihrer Smart-Beta-Allokation planen. In dieser Hinsicht ist in allen europäischen Ländern eine ähnliche Entwicklung zu beobachten, wobei Großbritannien mit einem Anteil von 78 Prozent an Anlegern, die eine Ausweitung ihrer Smart-Beta-Allokation planen, an der Spitze steht. Keine der Umfrageteilnehmer aus Italien, Frankreich oder der Schweiz planen eine Rückführung ihrer Smart-Beta- Allokation. Wie die Untersuchung zeigt, haben die aktuellen Smart-Beta-Nutzer ihre Prognosen zur künftigen Nutzung dieser Strategien angehoben. Nachdem die Nutzer in Großbritannien im vergangenen Jahr noch mit einer Ausweitung ihrer Allokationen auf 20 Prozent rechneten, hat sich diese Zahl 2016 auf 25 Prozent erhöht. Auch die Nutzer in der Schweiz planen für die nächsten drei Jahre eine deutliche Höhergewichtung von Smart-Beta (17 Prozent im Jahr 2016 nach zwölf Prozent 2015). In Frankreich ist eine sehr ähnliche Entwicklung zu beobachten wie in den anderen europäischen Ländern: Im Schnitt liegt die Smart-Beta-Quote in den Anlageportfolios hier aktuell bei elf Prozent. In den nächsten drei Jahren soll diese auf 19 Prozent ansteigen.

Bryon Lake fügte hinzu: „Diese erkenntnisreiche Untersuchung zeigt, dass Smart Beta zunehmend als guter Ansatz betrachtet wird, um mehr Kontrolle über die Realisierung der eigenen Anlageziele zu erhalten. In den europäischen Anlageportfolios gewinnt Smart Beta ganz klar an Bedeutung. Damit setzt sich der ursprünglich auf wissenschaftlichen Theorien basierende Ansatz in der Investmentbranche zunehmend durch. Das breite Spektrum an verfügbaren Smart-Beta-Strategien umfasst ein faktorspezifisches Engagement genauso wie die Fokussierung auf regionale oder globale Aktien und seit kurzem auch Multi-Asset-Ansätze, wobei sich gerade im Anleihenbereich vermehrt attraktive Anlagemöglichkeiten ergeben.“ (tr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...