HSBC-Chef Flint muss überraschend gehen – Aktie gibt nach

Der HSBC-Vorstandschef John Flint ist in der Nacht zum Montag überraschend zurückgetreten. Der Aufsichtsrat bat den Leiter der weltweiten Geschäfts mit Unternehmenskunden, Noel Quinn, den Posten vorerst zu übernehmen, wie die britische Großbank am frühen Montagmorgen mitteilte. Zu den Gründen von Flints Rücktritt hieß es lediglich, der Schritt sei „im Einvernehmen“ mit dem Aufsichtsrat erfolgt.

An der Börse führte der Rücktritt Flints zu Kursverlusten. Die Aktie der Bank mit einer starken Asien-Ausrichtung gab in Hongkong bis zu knapp zwei Prozent nach, konnte sich zuletzt aber etwas erholen.

Minus der vergangenen Wochen fortgesetzt 

Damit baute das Papier das Minus der vergangenen Wochen aus – daran konnte auch die Ankündigung eines weiteren Aktienrückkaufs sowie erneut hohe Gewinne nichts ändern.

Flint hatte das Ruder der größten europäischen Bank im Februar 2018 vom langjährigen Chef Stuart Gulliver übernommen und den Konzern auf Wachstum ausgerichtet.

Bis 2020 will die Bank 15 bis 17 Milliarden US-Dollar investieren, um ihr Geschäft weiter zu stärken. Das Geld soll vor allem nach Asien und in neue Technologien fließen.

Löwenanteil kam aus Asien

Im ersten Quartal hatten glänzende Geschäfte in Asien der Bank einmal mehr einen Milliardengewinn beschert. In den ersten drei Monaten des Jahres war der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern um knapp zehn Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar (5,7 Mrd Euro) gestiegen.

Mit etwas mehr als fünf Milliarden Dollar kam dabei der Löwenanteil aus Asien. Probleme hat die Bank dagegen in den Vereinigten Staaten. (dpa/AFX)

 

Foto: HSBC

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