22. August 2019, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Johnson-Besuch: Verantwortungslose Politik

An diesem Mittwoch trifft der britische Premierminister Boris Johnson die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Er möchte wieder über den Brexit verhandeln, doch die EU will das Austrittsabkommen nicht noch einmal öffnen. Bereits jetzt leidet Großbritannien unter den Folgen des drohenden Desasters.

Boris in Johnson-Besuch: Verantwortungslose Politik

Boris Johnson, Premierminister

Es ist Johnsons erster Besuch in Deutschland seit seinem Amtsantritt. Das Thema Brexit dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Schon seit langem weiß die britische Regierung um die gefährlichen Brexit-Folgen. Am Wochenende berichtete die “Sunday Times” über eine interne Regierungsstudie mit dem Titel “Operation Yellowhammer”.

Britische Regierung lässt sich nicht beirren

Darin rechnet London im Falle eines ungeordneten Brexits mit ernsthaften Konsequenzen: Lieferengpässe bei Treibstoffen, Medikamenten und Lebensmitteln. Außerdem könnte es zu langen Staus in den Häfen und an der Grenze zu Irland kommen – auch landesweite Proteste seien möglich.

Premierminister Johnson nahm bisher keine Stellung dazu. Andere Mitglieder der Regierung spielen das Dokument herunter: Es sei veraltet.

Dabei hat der Brexit im britisch-deutschen Außenhandel längst seine Spuren hinterlassen. Während die deutschen Warenexporte in die EU insgesamt im Zeitraum 2015 bis 2018 um mehr als zwölf Prozent angestiegen sind, gingen die deutschen Ausfuhren in das Vereinigte Königreich um 7,8 Prozent zurück.

“Wertschöpfungskette wird bereits umgebaut”

Besonders stark war der Rückgang bei Kraftfahrzeugen und pharmazeutischen Erzeugnissen. “Das deutet darauf hin, dass die Wertschöpfungsketten in diesen besonders eng verflochtenen Wirtschaftszweigen bereits zulasten des Vereinigten Königreichs umgebaut werden”, sagt IW-Ökonom und EU-Experte Berthold Busch.

Die neue britische Regierung lässt sich von solchen negativen Entwicklungen nicht beeindrucken. Stattdessen verfolgt die britische Politik weiterhin ihre Strategie, frei nach dem Motto: Koste es, was es wolle. “Das ist verantwortungslose Politik”, sagt Busch.

Foto: dpa / Richard Drew

Ihre Meinung



 

Versicherungen

E-Scooter: Freizeitspaß oder New Mobility?

Seit Juni sind E-Scooter in Deutschland offiziell zugelassen. Das Interesse scheint groß. Aktuelle Befragungswerte zeichnen ein gemischtes Bild. Laut GfK haben 5 Prozent der Befragten in Deutschland  bis Anfang Juli einen E-Scooter getestet und weitere 25 Prozent möchten eine Fahrt damit ausprobieren oder denken über einen Kauf nach. 70 Prozent zeigen hingegen gar kein Interesse.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Anschluss nicht verlieren

Die Niedrigzinsphase hält mittlerweile seit über zehn Jahren an. Zahlreich Immobiliendarlehen haben eine erste Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. Das führt dazu, dass viele tausende Immobilienbesitzer aktuell und in den kommenden Jahren auf eine Anschlussfinanzierung angewiesen sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

PSD2: Über den Status Quo

Die Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 lässt deren Potenzial aus dem Blick geraten. Da kann sie noch viel bewirken, denn erst 27 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Kunden digitale Bezahlwege an. Das zeigt die repräsentative Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten” 2019 des Finanzdienstleisters EOS.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...