Anzeige
5. Februar 2018, 10:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Eine höchst unangenehme Pflicht

Emittenten von Vermögensanlagen sind auch nach Abschluss der Emission verpflichtet, die Öffentlichkeit über etwaige erhebliche Fehlentwicklungen zu informieren. Dies ist nun einem Unternehmen passiert. Der Löwer-Kommentar

 in Eine höchst unangenehme Pflicht

“Es ist kaum anzunehmen, dass alle anderen Vermögensanlagen bislang ohne erhebliche Beeinträchtigungen laufen, die eigentlich veröffentlicht werden müssten.“

Eine ungewöhnliche Überschrift erschien vergangenen Mittwoch unter dem Stichwort „Verbraucherschutz“ auf der Website der Finanzaufsicht BaFin: „VertsKebap Finance GmbH: Ungesicherte Refinanzierung“.

Die betreffende Mitteilung der Behörde enthält lediglich die kurze Information, dass die BaFin gemäß Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) eine Veröffentlichung des Unternehmens bekannt mache. Die inhaltliche Richtigkeit der veröffentlichten Tatsache unterliege nicht der Prüfung durch die BaFin. Die Mitteilung selbst ist über einen weiteren Link angeknüpft.

Darin informiert die VertsKebap Finance GmbH aus Beilstein (bei Heilbronn) über Probleme bei zwei Arten von Nachrangdarlehen, die sie jeweils mit Vermögensanlagen-Prospekten vom November 2015 und August 2017 angeboten hat.

Zins- und Rückzahlungen ausgesetzt

Das Geld sollte wiederum über Nachrangdarlehen an eine Schwestergesellschaft von VertsKebab der Finanzierung von Döner-Restaurants in den USA dienen. Doch das Geschäft läuft offenbar nicht wie geplant.

Infolgedessen hat die US-Gesellschaft ihre Zins- und Rückzahlungen gegenüber VertsKebap Anfang Dezember 2017 bis auf weiteres ausgesetzt, die ihrerseits die Zahlungen an die Anleger ebenfalls bis auf weiteres ausgesetzt und das öffentliche Angebot für die Nachrangdarlehen vorzeitig am 5. Dezember beendet hat.

Sollte der Zustand anhalten, sei dieser Umstand geeignet, die Fähigkeit der VertsKebap, ihren Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den Darlehensgebern der Nachrangdarlehen nachzukommen, erheblich zu beeinträchtigen, so die Mitteilung des Unternehmens.

Seite 2: Keine Pleite

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...