Zweitmarkt: Positive Bilanz für 2021

Porträtfoto von Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG
Foto: Deutsche Zweitmarkt AG
Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG: „Wir haben diesen Bereich in den letzten Jahren erfolgreich implementiert und zu einem der Wachstumstreiber der ganzen Gruppe aufgebaut."

Aus Sicht der Handelsplattform Deutschen Zweitmarkt AG war 2021 ein sehr gutes Handelsjahr am Zweitmarkt für geschlossene Fonds. Immobilienfonds erreichten demnach im Schnitt einen Kurs von nahezu 100 Prozent des Nominalwerts. Schiffsbeteiligungen verzeichneten Zuwächse in allen Bereichen.

Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds beschließt ein sehr gutes Jahr 2021 mit einem starken vierten Quartal, heißt es von der Deutschen Zweitmarkt AG. Entsprechend positiv falle auch der Blick auf das Gesamtjahr 2021 aus: Insgesamt verzeichnet der Zweitmarkt 8.211 Handelsabschlüsse – ein Anstieg um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das am Markt gehandelte Nominalkapital steigt im Vergleich zu 2020 um 20,3 Prozent auf 337 Millionen Euro. Die Summe der Kaufpreise legt im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 35 Prozent zu und beträgt 269 Millionen Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen liegt bei 79,96 Prozent – und damit fast 13 Prozent über dem des Vorjahrs. Im Bereich der Durchschnittskurse ragen auch 2021 die Immobilienfonds mit mehr als 97 Prozent deutlich heraus, so die Deutsche Zweitmarkt AG.

Schiffsfonds verdoppeln Kaufpreissumme annähernd

Das Unternehmen erfasst kontinuierlich den öffentlich sichtbaren Handel in den Sparten Immobilien, Schiffe und Sonstige Fonds. Auf Immobilienfonds entfällt 2021 mit knapp 68 Prozent wie gewohnt der größte Umsatzanteil am Zweitmarkt. Es folgen die Assetklassen der Schiffsfonds mit 20 Prozent sowie der Sonstigen Fonds mit etwas mehr als zwölf Prozent. Während bei Sonstigen Fonds die Werte für Nominal, Kaufpreis und Durchschnittskurs fallen, geht es bei Immobilien und Schiffsfonds 2021 nach oben. Vor allem bei den Schiffsfonds steigen Nominalkapital (plus 34,5 Prozent) und Kaufpreissumme (plus 93,9 Prozent) stark.

Mit einem Nominalumsatz von mehr als 107 Millionen Euro und einem Kaufpreisvolumen von über 88 Millionen Euro war das vergangene Handelsjahr für die Deutsche Zweitmarkt AG erneut „überaus erfolgreich“, so die Mitteilung. Auch der Durchschnittskurs der durch das Unternehmen gehandelten Beteiligungen liegt demnach mit 82,18 Prozent über dem des Gesamtmarkts.

„Der für 2021 prognostizierte rege Handel am Zweitmarkt ist eingetreten“, bilanziert Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. Für das Jahr 2022 rechnet Schmidt mit einem weiterhin starken Zweitmarkt: „Viele Käufer sind stetig auf der Suche nach passenden Beteiligungen und sehen den Zweitmarkt zunehmend als interessante Anlageklasse in Niedrigzinszeiten.“

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