Umfrage: Hohes Interesse an unternehmerischen Beteiligungen

Unternehmerische Beteiligungen haben bei Privatanlegern einen besseren Stand als erwartet. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin in Zusammenarbeit mit Commerz Real.

Heiko Szczodrowski, bei Commerz Real verantwortlich für unternehmerische Beteiligungen.

Demnach halten 43 Prozent aller Befragten die Anlageklasse für interessant. 47 Prozent der Befragten mit einem Anlagevermögen von mehr als 100.000 Euro können sich vorstellen, in unternehmerische Beteiligungen zu investieren. Von den bereits investierten Anlegern zeigen sich 80 Prozent bereit, erneut in diese Anlageklasse zu investieren.

„Diese Resultate übertreffen ganz klar unsere Erwartungen und zeigen, dass unternehmerische Beteiligungen größeres Potenzial haben, als ihnen bislang von der Branche zugeschrieben wurde. Die Bereitschaft vermögender Privatanleger, sich auf diese Anlageklasse einzulassen und ihr Vermögen hier langfristig und renditeorientiert zu investieren, ist erfreulich hoch“, sagte Heiko Szczodrowski, bei Commerz Real verantwortlich für unternehmerische Beteiligungen.

Krisensicherheit erwartet

Als wesentliche Gründe für ein Investment in unternehmerische Beteiligungen geben die Befragten Wertstabilität und Krisensicherheit an. Gefragt sind besonders hochwertige Investitionsobjekte aus verschiedenen Assetklassen. Bei der Frage nach Single-Asset-Fonds versus Multi-Asset-Fonds ergibt sich keine eindeutige Tendenz. Rund die Hälfte bevorzugt Multi-Asset-Fonds.

Als potenzielle Hemmnisse für ein Investment geben die Befragten mögliche Risiken, die Mindestanlagehöhe sowie mangelnde Transparenz an. Hier sind deutliche Unterschiede zwischen potenziellen und bereits investierten Anlegern zu erkennen: Mangelnde Transparenz führten hauptsächlich Anleger ins Feld, die mit der Anlageklasse noch nicht vertraut sind. So verschlechterte sich bei 35 Prozent der potenziellen Investoren das Image von unternehmerischen Beteiligungen aufgrund der medialen Berichterstattung über Problemfälle. Unter bereits investierten Anlegern liegt dieser Anteil bei lediglich 24 Prozent.

Seriosität des Anbieters wesentlich

Rund drei Viertel der privaten Investoren gaben an, ihre Entscheidung für oder gegen eine unternehmerische Beteiligung wesentlich von der eigenen Recherche und der Seriosität des Anbieters abhängig zu machen und von dessen Fähigkeit, das Anlageobjekt gewinnbringend zu verwalten.

Für die Studie wurden seit dem vierten Quartal 2013 insgesamt 3.000 Privatpersonen befragt. Zusätzlich wurden Interviews mit 30 Bankberatern und Vermögensverwaltern geführt. (kb)

Foto: Commerz Real

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