Antizyklische Schiffsfonds: Nur für risikofreudige Anleger geeignet?

Trotz der Ankündigungen zweier Emissionshäuser, dieses Jahr Schiffsfonds auflegen zu wollen, überwiegt in der Branche die Skepsis, was neue Beteiligungsangebote betrifft. Branchenexperten zufolge hätten „klassische Schiffsfonds als Ein-Schifffahrtsgesellschaft keine Zukunft“. Neue Strukturen müssten her.

Dr. Thorsten Teichert, Lloyd Fonds: „Ich gespannt auf diese neuen Fonds, denn ich bin der festen Überzeugung, dass der klassische Schiffsfonds als Ein-Schifffahrtsgesellschaft keine Zukunft hat. Neue Strukturen müssen entwickelt werden, in die die Erfahrungen aus der Krise mit einfließen.“

„Wir haben in den letzten Jahren keine erfolgreiche Platzierung eines Schiffsfonds gesehen. Zurzeit ist der Markt tot, nachdem 2009 und 2010 viele Projekte gescheitert sind“, sagt Lars Heymann, Partner bei PKF Fasselt Schlage.

Aktuelle Anlegergeneration abgeschreckt

Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist von den Standorten Hamburg und Rostock aus seit Jahrzehnten für Reedereien und maritime Unternehmen tätig.

Heymann glaubt, dass die aktuelle Anlegergeneration abgeschreckt ist, was Schiffsbeteiligungen angeht. In diesem Jahr werden Investitionen nach seiner Einschätzung nur etwas für sehr risikofreudige Anleger sein, die Entwicklung sei noch sehr unsicher.

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Ähnlich äußern sich langjährige Marktteilnehmer wie Hermann Ebel, Vorstandschef der Hansatreuhand Gruppe. Er sieht derzeit kein Interesse von Privatanlegern und Vertrieben an neuen Beteiligungsangeboten: „Es wird voraussichtlich eine ganze Weile dauern, bis sich die Vertriebe und die ‚normalen‘ Anleger von ihrem Schrecken erholt haben. Erst wenn die aktuellen Fondsschiffe dauerhaft saniert sind und wieder nachhaltig Ausschüttungen leisten, wird das Interesse zurückkehren.“

Seite zwei: Schiffspreise niedrig wie nie zuvor

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