Der Markt ist offen für Neues

Der Platzierungserfolg einer recht ungewöhnlichen Sachwert-Emission belegt, dass Anleger und Vertrieb nicht nur auf Immobilien fixiert sind. Der Löwer-Kommentar

“Das Vertrauen in den Publikumsvertrieb scheint noch immer nicht in allen Häusern zurückgekehrt zu sein.”
“Das Vertrauen in den Publikumsvertrieb scheint noch immer nicht in allen Häusern zurückgekehrt zu sein.”

Den Start der Deutschen Lichtmiete GmbH aus Oldenburg Ende November 2016 werden wahrscheinlich nicht wenige etwas belächelt haben. Vielleicht hat der eine oder andere die Emission gar als abenteuerlich abgetan.

Das Unternehmen bietet Anlegern seitdem mit einem Prospekt nach dem Vermögenanlagengesetz Direktinvestments in LED-Industrieleuchten an. Ohne es bewerten zu wollen, ein recht ungewöhnliches Anlageangebot also.

Das Konzept ähnelt dem üblichen Aufbau von Container-Direktinvestments. Die Anleger schließen einen Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrag über die LED-Leuchten mit der Emittentin Deutsche Lichtmiete Direkt-Investitionsgesellschaft mbH. Nach fünf Jahren kauft diese die Lampen zu einem fest vereinbarten Preis zurück, so der Plan.

18,4 Millionen Euro in acht Monaten

Die LED-Leuchten, von denen die Emission verschiedene Arten umfasst, wiederum produziert die Deutsche Lichtmiete selbst und vermietet sie an Unternehmen, die damit zum Beispiel ihre Werkhallen oder Ladenflächen beleuchten und die Energiekosten gegenüber der bisherigen Beleuchtung signifikant senken, so die Idee.

Manch ein Akteur in der Sachwertbranche wird sich gefragt haben: Lässt sich das wirklich als Kapitalanlage an Privatkunden verkaufen? Die Antwort lautet: Ja. Aus einem aktuellen Prospektnachtrag zu der Emission geht hervor: Bis Mitte August 2017, also innerhalb von gut acht Monaten, hat die Deutsche Lichtmiete LED-Produkte für immerhin 18,4 Millionen Euro an Anleger verkauft.

Seite 2: Beachtlicher Platzierungserfolg

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