Deutsche Oel & Gas kündigt Börsennotierung an

Die Deutsche Oel & Gas S.A. geht an die Börse. Die Notierung eines Teils der Aktien soll zunächst in Riga (Lettland) und drei Tage später auch in Deutschland erfolgen. Mit im Boot sitzen auch Anleger von Fonds und Namensschuldverschreibungen der Energy Capital Invest (ECI).

Förderplattform im "Kitchen Lights Unit"
Förderanlage im „Kitchen Lights Unit“

Im ersten Schritt werden am 2. Oktober 2017 rund 219 Millionen Aktien der Klasse B in den Handel im „Baltic Alternative Market First North“ der Nasdaq-Börse in Riga einbezogen, kündigt die Deutsche Oel & Gas (DOG) an. Am 5. Oktober 2017 soll der Handelsstart im Freiverkehr der Börsen Frankfurt, Stuttgart und am Handelsplatz Xetra erfolgen.

Im zweiten Schritt soll voraussichtlich bis Ende 2018 das gesamte Grundkapital, das derzeit noch aus fünf Anteilsklassen besteht, in Höhe von derzeit 500 Millionen Euro in den Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden. Zusätzlich ist die Einbeziehung in den Prime Standard geplant.

ECI-Anleger als DOG-Aktionäre

Unter den Aktionären dürften auch Anleger der Stuttgarter Energy Capital Invest (ECI) sein, die über Fonds und Namensschuldverschreibungen insbesondere Investitionen der DOG in dem Fördergebiet „Kitchen Lights Unit“ in Alaska (USA) finanziert haben. Im Oktober 2015 wurde beschlossen, die Zins- und Kapitalrückzahlungen in Form von Aktien der DOG vornehmen zu können.

Der heutigen Mitteilung zufolge hat die DOG im 1. Halbjahr 2017 einen Umsatz von 8,0 Millionen Euro und einen Überschuss von 558.000 Euro erzielt. Die Brutto-Fördererlöse, die nicht im Einzelabschluss der DOG enthalten sind, summierten sich demnach im Berichtszeitraum auf 17,1 Millionen US-Dollar. Die Gesamt-Erdgasproduktion lag bei 2,7 Milliarden Kubikfuß.

Zweitgrößter privater Erdgasproduzent in Alaska

Das Unternehmen habe sich bereits 2016 mit einer Jahresproduktion von 3,9 Milliarden Kubikfuß als zweitgrößter privater Erdgasproduzent in Alaska etabliert. Aktuell belaufe sich das Gesamtumsatzvolumen der bestehenden Gaslieferverträge auf kummuliert 700 Millionen US-Dollar.

An den bisherigen Gesamtinvestitionen von 800 Millionen US-Dollar hat sich der Mitteilung zufolge der Staat Alaska über Subventionen bislang mit rund 316 Millionen US-Dollar beteiligt. Zusätzlich stehen demnach weitere 165,55 Millionen US-Dollar noch zur Auszahlung aus; davon sind 142,15 Millionen US-Dollar bewilligt – weitere 23,4 Millionen US-Dollar stehen noch zur Einreichung und Genehmigung an.

Neben dem Ausbau der Erdgasproduktion treibe das Unternehmen parallel die Vorbereitungen für den Start der Erdölförderung voran. (sl)

Foto: Deutsche Oel & Gas

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