Verkauf der Magellan-Container in trockenen Tüchern

Ein Unternehmen der Buss-Gruppe hat den Kaufvertrag über die rund 182.000 Einheiten (TEU) große Containerflotte des insolventen Direktinvestmentanbieters Magellan unterzeichnet. Die Anleger hatten dem Vertrag mit großer Mehrheit zugestimmt.

Dirk Baldeweg:
Buss-Chef Dirk Baldeweg: „Ausgewogene Lösung für alle Beteiligten.“

Die in Singapur ansässige Buss-Global-Gruppe, Schwesterunternehmen der Buss-Capital-Gruppe aus Hamburg, gab heute bekannt, dass ihr Tochterunternehmen Marine Container Management LP („MCM“) den Vertrag abgeschlossen habe. Für das Management der Standard- und Kühlcontainer konnte MCM demnach die Textainer Group Holdings Limited gewinnen.

„Mit dem Kauf der Magellan-Container werden wir die Containerflotte von Buss Global auf rund 750.000 TEU erweitern. Die Buss-Global-Gruppe arbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Textainer zusammen“, so Tom Chen, Direktor von MCM.

Magellan Maritime Services hatte im Juni 2016 einen Insolvenzantrag gestellt. Von der Insolvenz waren vor allem private Kapitalanleger betroffen, die insgesamt rund 350 Millionen Euro in den Kauf der Container investiert hatten.

93 Prozent Zustimmung der Anleger

Dem Verkauf der Flotte war eine Abstimmung der über 8.000 Magellan-Investoren durch Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von Reimer Rechtsanwälte vorausgegangen, an der 90 Prozent der Befragten teilnahmen, so die Mitteilung. Über 93 Prozent davon stimmten für den Verkauf der Container an MCM.

Die Magellan-Investoren erhalten insgesamt 160 Millionen Euro sowie eine ergänzende Erfolgsbeteiligung von bis zu 15 Millionen US-Dollar. Buss hatte die Transaktion laut Borchardt auch davon abhängig gemacht, dass die “deutliche Mehrzahl” der Anleger dem Verkauf zustimmt.

Dr. Dirk Baldeweg, Direktor von Buss Global Holdings und Geschäftsführer von Buss Capital, sagt: „Die Deal-Struktur mit einer zusätzlichen Gewinnbeteiligung für die Verkäufer macht diese Transaktion zu einer ausgewogenen Lösung für alle Beteiligten. Für die Magellan-Investoren bedeutet sie zudem das Ende einer längeren Phase in Unsicherheit.“ (sl)

Foto: Buss Capital

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