Wealthcap plant erstmals offenen Spezial-AIF

Der Asset Manager Wealthcap hat 2019 den Wachstumskurs fortgesetzt und konnte im vergangenen Jahr insgesamt 14 Produkte anbieten. Das sei mehr als jemals zuvor in der Unternehmensgeschichte. Angaben zum Platzierungsvolumen enthält die Mitteilung indes nicht.

Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealthcap

Zu den angebotenen Fonds zählte der erste exklusive Fonds für Kirchen und Stiftungen, der umfangreiche ESG-Kriterien und -Anforderungen erfüllt. Die  Investmentplattform von Wealthcap deckte damit Zielgruppen von Privatkunden bis hin zum institutionellen Investor mit bedarfsgerechten Angeboten ab, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Die Mitarbeiterzahl liegt mit 50 Einstellungen in 2019 bei 244 (Stand 31.Dezember 2019). Auf dieser Basis plant Wealthcap 2020 einen weiteren strategischen Ausbau des Produktangebots für alle Zielgruppen im Bereich der Alternative Assets. Dies gilt insbesondere für den ersten offenen Spezial-AIF (alternativer Investmentfonds) von Wealthcap sowie einen Ausbau des Geschäfts mit Mandatslösungen.

Zudem werde es im laufenden Geschäftsjahr wieder ein Angebot für das Depot A von Banken geben. Hier werden neben Volksbanken erstmals auch Sparkassen angesprochen. Ebenso neu aufgenommen wird die Zielgruppe der Krankenversicherungen, die mit einer speziellen Lösung adressiert werden.

Sechs neue Produkte in 2019

Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealthcap: „Wir haben 2019 die Grundlage für ein noch erfolgreicheres Jahr 2020 gelegt. Wir werden das Investmentportfolio weiter ausbauen, neue Zielgruppen und Strukturen hinzunehmen. Dabei spielt auch das Thema ESG eine wichtige Rolle, das für unsere Investoren immer zentraler wird.“

2019 legte Wealthcap insgesamt sechs neue Produkte auf, das Wealthcap Portfolio 4, den Wealthcap Strategiefonds Alternatives, den Wealthcap Spezial Wohnen 1 sowie die Fonds Wealthcap Immobilien Deutschland 42, 43 und 44. Dabei bietet das Produktangebot eine Bandbreite von Investitionsstrategien von Core-Objekten in Deutschland als Einzelinvestition oder als Portfolio in Deutschland über Value-Add Immobilien in Europa mit breiter Diversifikation oder auch Infrastruktur- und Private Equity Beteiligungen.

Angaben zum Platzierungsvolumen enthält auch diese Mitteilung nicht. Wealthcap hatte schon im Rahmen des Cash.-Rankings der Sachwertanbieter Anfang des Jahres dazu wie im Vorjahr keine Angaben gemacht.

Mit der aktuellen Produktpalette kann Wealthcap Privatanlegern über Ultra High Net Worth Individuals beziehungsweise Family Offices, Stiftungen sowie Kirchen bis hin zu Versicherungen, Versorgungswerken und Banken jeweils maßgeschneiderte Lösungen anbieten, so die Mitteilung. Die Investmentplattform von Wealthcap biete zukünftig vom geschlossenen AIF bis hin zum offenen Spezial-AIF, ebenso Namensschuldverschreibungen und andere Vehikel – je nach Bedarf des Investors konzipiert.

Erster offener Spezial-AIF in 2020

Im laufenden Jahr wird der erste offene Spezial-AIF in den Vertrieb starten. Dieser soll in Büroimmobilien in den Metropolregionen in Deutschland investieren. Nach der Platzierung des Fonds mit dem BayWa-Hochhaus in München an Depot-A-Kunden aus dem genossenschaftlichen Sektor ist in 2020 eine weitere Lösung für Direktinvestments aus Banken geplant. Die Erschließung der Zielgruppe Sparkassen soll weitere Potentiale heben. Erstmalig soll zudem die attraktive Zielgruppe der Krankenversicherungen adressiert werden, die neue Lösungen im Niedrigzinsumfeld sucht.

2019 betrug das gesamte Transaktionsvolumen 932 Millionen Euro. Das Verkaufsvolumen betrug 282 Millionen Euro. Veräußert wurden unter anderem Objekte in Los Gatos − dem Sitz von Netflix in den USA − in Portland, ebenfalls USA, sowie die Potsdamer Bahnhofspassagen. Das Ankaufsvolumen entsprach 650 Millionen Euro. Angekauft wurden parallel mehrere attraktive Core-Immobilien unter anderem in Berlin, Stuttgart, Essen, Freiburg und Ludwigsburg.

2020 steht unter anderem die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Fokus des Unternehmens. Zum Jahreswechsel verabschiedete Wealthcap sieben Grundsätze für nachhaltiges Handeln, die sowohl für interne Abläufe wie für Investment-Entscheidungen gelten. Demnach müssen bei allen relevanten Entscheidungen ethisch-moralische und ökologische Mindeststandards erfüllt sein.

Foto: Wealthcap

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