Anzeige
Anzeige
16. Juni 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

HUK lässt Rating verbieten

Das Landgericht Köln hat auf Antrag der HUK-Coburg Krankenversicherung AG gegen den Versicherungsmakler Claus Peter Gorr und die von ihm betriebenen Unternehmen Premium Rating GmbH und GVM Gorr und Partner GmbH, beide Frankfurt, eine einstweilige Verfügung erlassen. Darin wird Gorr untersagt ?im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs? ein so genanntes Bedingungs-Rating weiterhin zu verwenden.

Premium Rating hatte in dem besagten Bedingungs-Rating die Leistungen von 29 privaten Krankenversichern und ihren Tarifen miteinander verglichen. Dabei waren die Versicherungstarife der Coburger Gesellschaft, der Landeskrankenhilfe (LKH), Lüneburg, sowie die Union Versicherung auf den hinteren Rängen als ?nicht empfehlenswert? eingestuft worden. In Ausgabe 24/2005 hatte die Zeitschrift Focus-Money ein eigenes Rating veröffentlicht, in dem Gorrs Bewertung integriert worden waren.

Daraufhin hatte die HUK-Coburg bereits in der vergangenen Woche eine Unterlassungserklärung von Premium Rating gefordert. Nachdem das Unternehmen diese nicht abgegeben hatte, und seinerseits die HUK aufforderte, von den geltend gemachten Ansprüchen Abstand zu nehmen, beantragte das Versicherungsunternehmen nun die einstweilige Verfügung.

In ihrem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung trug die HUK erhebliche Zweifel an Objektivität und Unabhängigkeit des Ratings vor. Allein die Tatsache, dass die Premium Rating GmbH personell und gesellschaftsrechtlich eng mit der Maklerfirma GVM verbunden sei, wecke Zweifel, teilte die HUK mit. Zudem sei bei der Auswahl der Bewertungskriterien nicht sachgerecht vorgegangen worden.

Dem hält Gorr jedoch entgegen, dass ausschließlich die Versicherungsbedingungen der marktgängigen Top-Tarife untersucht wurden. Der reine Preis, der in der Werbung und in Vergleichsprogrammen als dominierendes Kriterium herausgestellt werden, spiele keine Rolle. Für den Fall der Zuwiderhandlung gegen die einstweilige Verfügung droht Gorr und seinen Unternehmen ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder alternativ eine Haft von bis zu sechs Monaten.

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...