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25. April 2006, 00:00
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Studie: Altersvorsorge ist Staatsaufgabe

Die Bundesbürger sind tief gespalten, zumindest was ihre Erwartungen für ihr Alter betrifft. Sie haben klare Vorstellungen und hohe Ansprüche an einen guten Lebensstil bis ins hohe Alter. So ist es 74 Prozent sehr wichtig, geistig beweglich zu bleiben. 65 Prozent betrachten es als sehr wichtig, körperlich flexibel im Alter zu sein. Um dies zu gewährleisten, halten 67 Prozent der Deutschen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Check-Ups für sinnvoll.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen meint, um geistig flexibel zu sein, sei es förderlich, aktiv im Leben zu stehen (91 Prozent), zu reisen oder Neues kennen zu lernen (71 Prozent). Die sind Ergebnisse einer Umfrage des Gothaer Versicherungskonzern und des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.019 Bundesbürgern.

Gleichzeitig sehen 31 Prozent der Deutschen ausschließlich oder hauptsächlich den Staat in der Pflicht für die finanzielle Versorgung im Ruhestand. Im Osten sind es sogar 44 Prozent. Weniger als ein Drittel (29 Prozent) der Bundesbürger sagen, die Verantwortung für die Altersvorsorge trägt jeder hauptsächlich oder ausschließlich für sich selbst.

?Wir erleben in Deutschland heute eine paradoxe Situation, in der Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen?, fasst Dr. Helmut Hofmeier, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG, die Ergebnisse der Studie zusammen. Die Deutschen würden immer älter und wollen auch im Alter geistig sowie körperlich beweglich bleiben. Dies koste Geld. Gleichzeitig gingen die tatsächlichen Leistungen der gesetzlichen Rente kontinuierlich zurück und die Menschen seien nicht bereit sind, sich stärker für ihre Altersvorsorge zu engagieren.

Alarmierend: Trotz einer weit verbreiteten Angst vor finanzieller Armut im Alter (47 Prozent, im Osten: 54 Prozent), sind 72 Prozent der Bundesbürger nicht bereit, sich für ihre finanzielle Vorsorge heute stärker einzuschränken. ?Wir steuern wir auf ein Dilemma zu?, resümiert Hofmeier. Und fordert ein deutliches Umdenken: ?Nur wenn jeder Einzelne bereit sei, für sich selbst und nach seinen finanziellen Möglichkeiten vorzusorgen, besteht die Chance, dass die Wünsche nach finanzieller, wie körperlicher und geistiger Vitalität im Alter auch in Erfüllung gehen werden.?

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