2. April 2007, 00:00
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Familien sorgen zu wenig fürs Alter vor

Genau 39 Prozent der Familien mit Kindern in Deutschland halten ihre gegenwärtige Altersvorsorge für nicht aus-reichend. 13 Prozent der Haushalte sind sogar sicher, dass sie ihren Lebensunterhalt im Alter nicht aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten werden können. Dies ergab eine vom Allensbacher Institut für Demoskopie bundesweit durch-geführte Umfrage im Auftrag der Postbank, Bonn.

Danach wollen mehr als 43 Prozent der Befragten wollen dennoch nicht verstärkt in eine zusätzliche private Alters-vorsorge investieren. Die Postbank mutmaßt, dass den Familien die finanziellen Mittel dafür fehlen. Obwohl 90 Prozent der Familien mit Kindern angeben, weniger oder gar kein Vertrauen mehr in die Stabilität des gesetzlichen Rentensystems zu haben, erwarten aber 79 Prozent von ihnen, im Alter eine staatliche Rente oder Pension zu beziehen.

Den Vorschlag, die staatliche Förderung privater Altersvorsorgemodelle abzuschaffen, um mit dem Geld die gesetzliche Rentenkasse zu stabilisieren, lehnen 65 Prozent der Familien ab. Kinderlose Haushalte votieren nur mit 56 Prozent gegen diese Idee. Beide Gruppen (Familien: 73 Prozent, Haushalte ohne Kinder: 59 Prozent) sprechen sich allerdings mehrheitlich dafür aus, dass für jeden Berufsanfänger in Deutschland der Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge zur gesetzlichen Pflicht wird.

Um verstärkt in eine private Altersvorsorge investieren zu können, würden Haushalte mit Kindern in Deutschland als erstes bei Restaurant-Besuchen (48 Prozent) einsparen. An zweiter Stelle würde der Rotstift beim Autokauf (46 Prozent) und an dritter Stelle beim Urlaub (36 Prozent) angesetzt.

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