Münchener Rück legt dank Steuergeschenk zu

Der zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück konnte in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Konzerngewinn um rund 0,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr auf 3,3 Milliarden Euro steigern.
Das Ergebnis für das dritte Quartal beträgt 1,2 Milliarden Euro. Dabei schlugen Sondereffekte aufgrund der Unternehmenssteuerreform 2008 mit etwa 400 Millionen Euro zu Buche. Weitere Gründe für den Zuwachs seien die Neuaufstellung des Geschäfts im US-Markt mit einer grundlegenden Neuorganisation der Munich Re America sowie die Partizipation an einem Joint Venture der Münchener Rück Tochter Ergo in Indien mit der Housing Development Finance Corporation (HDFC). Letzterer ist einer der führenden Finanzdienstleistungskonzerne und der größte Wohnungsbaufinanzierer in Indien. Ergo hatte bereits im Mai dieses Jahreseine Repräsentanz mit HDFC in Mumbai eröffnet (cash.-online berichtete hier).

Finanzvorstand Jörg Schneider zu dem Ergebnis: ?Wir könnten sogar die bisher als Jahresgewinn angepeilten 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro leicht übertreffen.? Trotz schwieriger Umstände habe die Münchener Rück ein ?herausragendes Quartalsergebnis? erwirtschaftet. Aufgrund von Schäden, die von Naturkatastrophen wie dem Orkan Kyrill und dem Hurrikan Dean in den USA verursacht wurden, kletterte die Schaden-Kosten-Quote von 91,2 auf 98 Prozent.

Wegen des starken Euros sanken die gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16,8 Milliarden leicht auf 16,5 Milliarden Euro. Auf das Segment Leben/Gesundheit entfielen 5,5 (2006: 5,8) Milliarden Euro und auf Schaden/Unfall 11 (2006: 11,0) Milliarden Euro.

Schneider machte zudem deutlich, den Kurs des bedächtigen Wachstums weiter mit großem Nachdruck zu verfolgen: ?Wir haben weiter einen klaren Fokus auf Profitabilität und Kapitalmanagement. Wir halten daran fest, bis 2010 mindestens acht Milliarden Euro an unsere Aktionäre zurückzugeben.? (aks)

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