Schlechter Jahresauftakt wegen ?Kyrill?

Der nach eigenen Angaben weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück musste im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber den Ergebnissen von 2006 Gewinneinbußen von 17,2 Prozent auf 154,2 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen hinnehmen.
Der Grund: Wintersturm ?Kyrill? hatte Anfang des Jahres in der Kasse gewirbelt (cash-online berichtete am 01.Februar 2007). So entfielen laut Unternehmensangaben auf die gesamte Gruppe Schäden in Höhe von 450 Millionen Euro vor Steuern, davon rund 390 Millionen Euro auf die Rückversicherung und etwa 60 Millionen Euro auf die Erstversicherung.

Dennoch blickt Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard zuversichtlich auf die noch bevorstehenden drei Quartale in 2007. Zwar rechnet er wegen der Belastung aus ?Kyrill? mit einer Schadensbelastung aus Naturgefahren von sieben Prozent der verdienten Nettobeiträge. Insgesamt soll die Schaden-Kosten-Quote für 2007 dennoch unter 95 Prozent liegen.

Aufgrund des starken Euros kalkuliert die Hannover Rück für 2007 gruppenweit mit Beitragseinnahmen zwischen 36,5 und 37,5 Milliarden Euro. In der Erstversicherung strebt sie bis zu 17,5 Milliarden Euro an.

Bomhards Ziel für 2007: Drei bis 3,2 Milliarden Euro Gewinn und eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent nach Steuern. Zudem sieht er Potenzial in der Rückversicherung von Seniorenpolicen und Altersvorsorgeprodukten. In diesem Bereich will die Hannover Rück Weltmarktführer werden.

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