BaFin-Stresstest nicht bestanden

Im Jahr 2007 sind ein Lebensversicherer und eine Krankenversicherungsgesellschaft dem Frühwarnsystem zur Ermittlung von Anlagerisiken in der Assekuranz der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ins Netz gegangen.
Die Lebensversicherungsgesellschaft fiel durch, weil die von der BaFin unterstellte Wertminderung an den Immobilienmärkten von acht auf zehn Prozent gesteigert wurde und bei dieser Annahme kein ausreichender Sicherheitspuffer mehr vorhanden war. Der Krankenversicherer hatte die Investition in Aktien nach Ansicht der Aufseher überproportional erhöht.Das teilte der für die Assekuranzen zuständige Exekutivdirektor Dr. Thomas Steffen im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Behörde am 15. Mai 2008 mit. Die Namen der betreffenden Gesellschaften wollte er allerdings nicht preisgeben.

Mit dem so genannten Stresstest misst die BaFin, ob Versicherer bei einer erheblichen Abwertung ihrer Investitionen in Aktien, festverzinslichen Wertpapiere und Immobilien ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden noch nachkommen könnten. Im vergangenen Jahr haben die Finanzaufseher eigenen Angaben zufolge 99 der 102 deutschen Lebens- und 44 der 51 Krankenversicherer hierzulande dem Risikotest unterzogen. Im Jahr 2006 hatte lediglich ein Krankenversicherer die Prüfung nicht bestanden.(af)

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