Asstel bietet weiter Versicherungen bei Tchibo an

Der Kaffee- und Einzelhändler Tchibo kann es nicht lassen und verkauft weiterhin Versicherungen unter Berufung auf den Status als Tippgeber. Neuestes Produkt ist eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung von Asstel. Der Vermittlerverband AfW zeigt sich indes optimistisch, dass der Vertriebskanal bald geschlossen wird.

Versicherung Präsentieren Police AnbietenTchibo muss sich immer wieder Kritik aus der Finanzdienstleistungsbranche gefallen lassen, weil sich das Unternehmen als Tippgeber im Versicherungsvertrieb betätigt. Während von Vermittlern neben den Informationspflichten eine Mindestqualifikation, eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung sowie eine entsprechende Registrierung verlangt wird, bietet der nach wie vor nicht klar definierte Tippgeber-Status ein Schlupfloch, sich diesen Anforderungen zu entziehen.

Derzeit gibt es ein laufendes Gerichtsverfahren, bei dem geklärt werden soll, ob Tchibo als Tippgeber tätig sein darf oder nicht. Der Kaffeeröster war in der ersten Instanz vor dem Hamburger Landgericht gescheitert und hatte Berufung eingelegt. Norman Wirth, Vorstand des Bundesverband Finanzdienstleistungen AfW, geht weiterhin davon aus, dass auch in der zweiten Instanz keine Entscheidung zugunsten von Tchibo fällt, wie er auf Nachfrage von cash-online erklärte.

Zu den Leistungen der neuen Heilpraktiker-Zusatzpolice, die der Direktversicherer Asstel bei Tchibo anbietet, zählen unter anderem ganzheitliche Methoden wie Akupunktur oder Magnetfeldtherapie und die freie Wahl des Heilpraktikers. Zudem werden dem Kaffeeröster zufolge 100 Prozent der Kosten für die Behandlung beim Heilpraktiker, für Ärzte im Naturheilverfahren und für von diesen verordnete Arzneimittel bis zu einem Betrag von 2.000 Euro im Jahr übernommen. (ks)

Foto: Shutterstock

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