KQV heißt ab sofort Ergo Direkt Versicherungen

Wie angekündigt, hat der Düsseldorfer Versicherungskonzern Ergo seiner Tochter Karstadt Quelle Versicherungen (KQV) einen neuen Namen verpasst. Das Fürther Unternehmen firmiert künftig als Ergo Direkt Versicherungen und bündelt das Direktversicherungsgeschäft der Ergo-Gruppe.

Peter M. Endres, Ergo Direkt Versicherungen
Peter M. Endres, Ergo Direkt Versicherungen

Die Umbenennung ist Teil eins der angekündigten Abkehr von der Multi-Markenstrategie. Bald werden auch die Traditionsmarken Hamburg-Mannheimer und Victoria eingestampft. Die Gruppe lässt ihre Lebens- und Sachversicherungs-Töchter dann nur noch unter den Dachmarken Ergo und DKV auftreten. Die Konzernspitze glaubt, Kunden mit einer Vereinheitlichung der Marken-Landschaft besser zu erreichen.

Im Fall KQV spielt zudem eine Rolle, dass künftig Verwechslungen mit dem insolventen Handels- und Touristik-Konzern Karstadt Quelle verhindert werden sollen. „Wir dokumentieren unzweifelhaft unsere Zugehörigkeit zur Ergo Versicherungsgruppe“, erklärt Ergo-Direkt-Vorstandschef Peter M. Endres. Daneben biete die nun handelsunabhängige Marke neue Chancen im Kooperationsgeschäft.

Abgesehen vom Namenswechsel soll es keine Änderungen geben. Allerdings will Ergo Direkt künftig auch jüngere Zielgruppen ins Visier nehmen. „Früher waren wir der Versicherer für die ‚zweite Lebenshälfte‘, jetzt sprechen wir alle Kunden an „, so Endres.

Im vergangenen Jahr hat Ergo Direkt seinen Jahresüberschuss laut vorläufigen Angaben trotz rückläufigem Neugeschäft um 85 Prozent auf 31,5 Millionen Euro gesteigert. Die gebuchten Bruttobeiträge seien um 15 Prozent v auf 1.200 Millionen Euro gestiegen und die Zahl der Kunden von vier auf 4,3 Millionen, teilt das Unternehmen. Die endgültigen Zahlen sollen am 30. März 2010 folgen. (hb)

Foto: Ergo

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