Innosystems fischt nach ehemaligen Indatex-Kunden

Nach der Indatex-Insolvenz versucht mit der Firma Innosystems aus Wörthsee ein Wettbewerber die ehemaligen Kunden der Maklerplattform zu sich zu lotsen. Die Führung der Assfinet AG, die das Indatex-Erbe jüngst aus der Insolvenzmasse übernommen hat, gibt sich unbeeindruckt.

netz auswerfen fischen abwerbenMit der IT-Lösung Inno-Office biete man bereits heute die entsprechende Technik für medienbruchfreie Kommunikation, um die Indatex-AP- Plattform nahtlos zu ersetzen, heißt es in einer aktuellen Innosystems-Mitteilung.

„Damit erhalten alle bisher an die ehemalige Indatex-Plattform angeschlossenen Vermittler und Versicherer die Möglichkeit sofort die bisherigen elektronischen Prozesse fortzuführen“, so die Abwerbungs-Offerte weiter. Erste Präsentationen von Inno-Office bei Versicherungsgesellschaften hätten laut Innosystems bereits durchweg sehr positive Resonanz und Akzeptanz gefunden.

Assfinet: Vertragsverlängerungen reine Formsache

Bei der Assfinet AG, die derzeit mit Hochdruck daran arbeitet, die Indatex-IT in das eigene Portal einzubinden, zeigt man sich überrascht vom Vorstoß der Konkurrenz. Beunruhigt sei er deshalb allerdings nicht, betonte Assfinet-Vorstand Marc Rindermann gegenüber cash-online.

„Die Integrationsarbeiten nach der Indatex-Übernahme sind weitgehend abgeschlossen, bereits morgen wird das Portal wieder freigeschaltet“, kündigt Rindermann an. Mit dem überwiegenden Teil der Versicherer, die ehemals bei Indatex angeschlossen waren, seien die Vertragsabschlüsse über eine weitere Zusammenarbeit reine Formsache.

HDI-Gerling und die zur Rheinland Gruppe gehörenden Rhion Versicherung sind laut Rindermann bereits als Partner gewonnen. Weitere sollen in Kürze folgen. Als wesentlichen Vorteil der eigenen Con:Center-Technologie stellt der Assfinet-Vorstand die Einbindung der Maklerverwaltungsprogramme heraus.

Bei Innosystems brüstet man sich, ebenfalls etwa zehn Maklerverwaltungsprogramme (MVP) sowie diverse Analyseprogramme über Datenschnittstellen mit der eigenen Plattform verknüpft zu haben. Als Schnittstelle zwischen Versicherern und Maklern glaubt sich das Unternehmen ebenfalls nicht verstecken zu müssen: „Während es die insolvente Indatex in den vergangenen Jahren gerade einmal auf etwa 15 angeschlossene Versicherer brachte, seien bei Innosystems mittlerweile weit über 30 Versicherer mit entsprechenden Datenschnittstellen integriert.

„Viele Marktteilnehmer haben uns in der Vergangenheit immer nur als den ‚Vergleicher‘ wahrgenommen. Fakt ist allerdings, dass wir uns bereits genauso lange wie die insolvente Indatex mit den Bereichen der Prozessoptimierung und der elektronischen Datenverarbeitung beschäftigt haben,“ erklärt Innosystems-Geschäftsführer Andreas Quast. (hb)

Foto: Shutterstock

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