8. April 2010, 13:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pensionsmanager stellen Weichen für Inflationsschub

Jede dritte betriebliche Altersvorsorgeeinrichtung in Europa stellt sich investmentstrategisch auf steigende Teuerungsraten ein. Schutz vor Inflation versprechen sich die Profis von realen Anlageklassen wie Immobilien, Wald oder Infrastruktur. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Studie der internationalen Unternehmensberatung Mercer.

Weichenstellen-127x150 in Pensionsmanager stellen Weichen für Inflationsschub„Angesichts eines weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfelds und einer zunehmenden Staatsverschuldung in den europäischen Ländern besteht die Gefahr eines Inflationsanstiegs. Eine steigende Inflationsrate kann zu steigenden Pensionsverpfllichtungen über die Gehaltsdynamik und einer Erhöhung bestehender Rentenansprüche führen“, erklärt Herwig Kinzler, Leiter des Bereichs Investment Consulting bei Mercer Deutschland.

Sein Unternehmen hat 1.000 europäische betriebliche Altersvorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt mehr als 500 Milliarden Euro befragt. 32 Prozent der Teilnehmer antizipieren bei ihren Anlagestrategien die möglichen Auswirkungen der derzeitigen Konjunkturpakete und planen konkrete Aktivitäten, um sich gegen steigende Inflation zu schützen.

Zu diesem Zweck kommen in den Portfolios der Pensionsmanager allerdings weniger die momentan vergleichsweise teuren klassischen Vehikel wie inflationsindexierte Anleihen zum Einsatz, sondern eher reale Assets wie Immobilien, Timber und Infrastruktur.

Aktien auf der Verkaufsliste

Aktien-Investments werden der Studie zufolge trotz der jüngsten Markterholung weiter heruntergefahren. So ist der Aktienanteil im vergangenen Jahr beispielsweise in Großbritannien von 54 auf 50 Prozent geschrumpft. Dieser Trend wird europaweit bis auf Weiteres anhalten, so die Umfrageergebnisse.

In Deutschland haben die regulierten Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge, wie zum Beispiel Pensionskassen oder berufständische Versorgungswerke, die (Netto)-Aktienquote 2009 von durchschnittlich sechs etwa drei Prozent gesenkt.

Die sogenannten Contractual Trust Agreements (CTAs), welche insbesondere von Dax- und globalen Mittelstandsunternehmen zur kapitalgedeckten Vorsorge genutzt werden, haben in der Regel höhere Allokationen in Aktien und alternativen Anlageklassen. Bei den deutschen CTAs betrug die Quote für Aktien und Alternatives im vergangenen Jahr 35 Prozent.

Den größten Anteil an den Investitionen der Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa haben traditionell Rentenpapiere. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster erwähnt. Mark Förster sagte: Pensionsmanager stellen Weichen für Inflationsschub: Jede dritte betriebliche Altersvorsorgeeinri… http://bit.ly/dB7EfJ … #versicherung […]

    Pingback von Tweets die Pensionsmanager stellen Weichen für Inflationsschub - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 8. April 2010 @ 14:01

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherer kommen Kunden in der Krise entgegen

Gegen eine Pandemie sind nur sehr wenige Unternehmen versichert. Privatbürger haben zwar ihre Krankenversicherung, aber keinen Schutz gegen Einkommensverluste. In dieser Lage wollen führende Unternehmen der Branche großzügig sein.

mehr ...

Immobilien

DIC Asset senkt wegen Corona-Krise Gewinnprognose – Dividende bleibt

03Die Immobiliengesellschaft Dic Asset rechnet im laufenden Jahr wegen der Auswirkungen der Corona-Krise nicht mehr mit einer Gewinnsteigerung im Vergleich zu 2019. Die branchenübliche Kennziffer FFO (Funds from Operations) werde 2020 zwischen 94 und 96 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am späten Freitagabend in Frankfurt mit. Bisher hatte DIC Asset mit 104 bis 106 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahr waren hier 95,0 Millionen Euro erzielt worden.

mehr ...

Investmentfonds

Corona-Lockdown: Wie der Exit gelingen kann

Die Corona-Krise trifft alle: Um die Verbreitung des Virus zu bremsen, hat Deutschland sich umfassende Beschränkungen auferlegt. Sie tragen dazu bei, dass viele Menschen und Firmen um ihre ökonomische Zukunft fürchten. Die Politik muss deshalb zweierlei schaffen: Einerseits die Gesundheit der Bürger so weit wie möglich schützen und sie andererseits vor noch größeren volkswirtschaftlichen Schäden bewahren, die letztlich zu gesellschaftlichen werden. In diesem Kontext werden Wege aus dem Lockdown debattiert – das IW hat einen entsprechenden Exit-Plan entwickelt. Ein Beitrag von Professor Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums, und Dr. Hubertus Bardt, Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft.

mehr ...

Berater

DIN-Norm 77230: Prüfungen jetzt online möglich

Wegen der Coronakrise bietet das Defino Institut für Finanznorm Prüfungen für die Zertifizierung zum “Spezialisten für die private Finanzanalyse – DIN 77230” ab sofort auch im Online-Verfahren an.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Homeoffice: Der richtige Versicherungsschutz für Laptop und Co.   

Um in der Heimarbeit effektiv und produktiv arbeiten zu können, bedarf es der richtigen Grundausstattung. Hier stehen Arbeitgeber in der Pflicht, ihren Mitarbeitern alle notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Welcher Mitarbeiter benötigt neben Laptop oder PC noch ein Headset oder gar einen Multifunktionsdrucker? Welche Software wird benötigt, um einen reibungslosen Kommunikationsfluss zu schaffen? Ein Überprüfen der bisherigen Arbeitsprozesse schafft hierbei Klarheit über die bereits vorhandenen Grundvoraussetzungen sowie fehlendes Equipment.

mehr ...