Riester: Zulagen verpennt, Millionen verschenkt

Viele Riester-Sparer haben die mit dem Jahreswechsel endende Frist zur Beantragung der Zulagen für 2007 verstreichen lassen. Beim Fondsanbieter Union Investment stellten 18 Prozent keinen Antrag. Multipliziert mit der durchschnittlichen Förderung von 188 Euro pro Vertrag, sparte der Staat allein dort etwa 48 Millionen Euro.

verpennt„Einen Riester-Vertrag abzuschließen ohne die Zulagen zu beantragen ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse. Man kommt voran, schnell erreicht man sein Ziel jedoch nicht“, so Hans Joachim Reinke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Union Investment. Bereits im Zulagen-Turnus für 2006 hatte sich fast ein Viertel der Union-Investment-Kunden die staatlichen Leistungen durch die Lappen gehen lassen.

Aus diesem Grund startete die Fondsgesellschaft letztes Jahr eine große Aktion, um die Sparer auf die entgangenen Erträge aufmerksam zu machen. Der Erfolg ist überschaubar: „Mit unserer Kampagne konnten wir die Quote der nicht gestellten Zulagenanträge von 22 Prozent im September 2009 auf 18 Prozent Ende Dezember 2009 drücken“, so Reinke. Trotzdem bleibe es ihm unverständlich, dass nicht jeder Kunde seinen Antrag abgebe, da er dadurch erhebliche Erträge nicht nutze. (hb)

Foto: Shutterstock

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