14. April 2011, 13:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Altersvorsorge ja, Konsumverzicht nein

Der überwiegende Teil der Deutschen hält es zwar für dringend erforderlich, privat fürs Alter vorzusorgen. Dennoch sind die meisten nicht bereit, dafür ihren Konsum einzuschränken. Statt Verträge abzuschließen, haben viele ihre Beitragszahlungen für Vorsorgeprodukte ausgesetzt oder sogar ganz abgebrochen. Das zeigt eine Studie der Steinbeis-Hochschule.

Sparschwein-traurig-Vorsorge-127x150 in Umfrage: Altersvorsorge ja, Konsumverzicht nein Die Forscher haben im Auftrag der Sparda-Bank Berlin mehr als 1.000 Bundesbürger befragt und festgestellt, dass viele im Zuge der Finanzkrise das Vertrauen in Altersvorsorgeprodukte verloren haben. Zudem fühlen sich die Teilnehmer schlecht informiert – vor allem von der Politik.

Viele Deutsche sind sich der Studie zufolge zwar grundsätzlich im Klaren darüber, dass die Überalterung der Gesellschaft sich negativ auf ihre Rentenansprüche auswirken könnte. Es mangelt jedoch an Detailwissen.

So fühlen sich lediglich 50 Prozent der Bürger in Westdeutschland gut informiert. In Ostdeutschland sind es nur 40 Prozent. Allerdings stufen auch nur jeweils zehn Prozent ihren Kenntnisstand als “ungenügend” oder “mangelhaft” ein.

Die beste Aufklärungsarbeit wird aus Sicht der Befragten durch die Medien geleistet, am negativsten bewerten sie die Rolle der Politik.

40 Prozent der Westdeutschen und 30 Prozent der Ostdeutschen geben an, finanzielle Freiräume ungenutzt zu lassen, die sich zur Altersvorsorge anböten. Als Grund nennt die Studie Desinteresse und mangelndes Vertrauen in die entsprechenden Produkte.

Fast die Hälfte der Befragten hat die Einzahlung in Sparverträge zur Vorsorge in der Vergangenheit ausgesetzt oder sogar abgebrochen. Dabei sind die Abbruch- und Aussetzungsquoten bei Männern höher als bei Frauen. (hb)

Foto: Shutterstock

2 Kommentare

  1. Vor diesem Hintergrund muss die Altersvorsorge also doch gesetzlich vorgeschrieben werden, auch der private Teil, und darf nicht ins freiwillige Belieben der Bürger gestellt werden.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 20. April 2011 @ 16:03

  2. […] für dringend erforderlich, privat fürs Alter vorzusorgen. Dennoch sind die meisten nicht […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Allgemein Altersvorsorge, Konsumverzicht, Nein, Umfrage Renten-Versicherung erklärt […]

    Pingback von Umfrage: Altersvorsorge ja, Konsumverzicht nein | Mein besster Geldtipp — 18. April 2011 @ 03:03

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Krankenversicherung: Aktuare halten Beiträge bis zu 25 Prozent für möglich

Arbeitnehmer wie Arbeitgeber müssen künftig mit deutlich steigenden Sozialversicherungsbeiträgen rechnen. Davon ist neben der Rentenversicherung insbesondere die gesetzliche Kranken- (GKV) und soziale Pflegeversicherung (SPV) betroffen. Aber auch die private Kranken- und Pflegeversicherung steht vor großen Herausforderungen. Darauf weist der Past President der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV), Roland Weber, heute in Köln hin.

mehr ...

Immobilien

Wie die Online- und Offlinewelten in der Maklerbranche immer mehr zusammenwachsen

Digitalisierung und Disruption sind zwei der zentralen Themen in der Immobilienbranche. Was einst in Stein gemeißelt war, erfährt aktuell mitunter durch Proptechs einen sukzessiven Wandel. Während etablierte Maklerhäuser zunehmend digitale Prozesse in ihr Tagesgeschäft integrieren, müssen sich die Proptechs darüber Gedanken machen, was sie noch analog respektive menschlich bedienen müssen, um den Bedürfnissen gerecht zu werden.

mehr ...

Investmentfonds

Genug vom Brexit-Chaos: Brokerhaus GKFX zieht Retail-Geschäft aus London ab

Der Online-Broker GKFX, führender Anbieter von Online-Trading in den Bereichen Forex und CFDs, verlegt den Standort für sein Privatkundengeschäft. Grund dafür ist die unübersichtliche politische Lage in Großbritannien rund um den bevorstehenden Brexit. Sämtliche bisherige Finanzprodukte und sonstige Services wie die beliebten Webinar-Reihen bleiben bestehen und werden den Kunden künftig unter der Handelsmarke GKFX Europe angeboten. Kunden aus dem deutschsprachigen Raum werden nach wie vor vom Team der Niederlassung in Frankfurt betreut.

mehr ...

Berater

Ruhestandsplanung: Was bringen steuerliche Anreize?

Auf politischer Ebene werden zur Zeit verschiedene Ansätze diskutiert, wie die Deutschen zu einer besseren Ruhestandsplanung bewegt werden können. Cash. Online fragte die MLP-Expertinnen Miriam Michelsen und Ursula Blümer, was sie von den Vorschlägen halten.

mehr ...

Sachwertanlagen

„INP Deutsche Pflege Invest“: Offener Spezial-AIF erwirbt drei weitere Pflegeimmobilien

Das Immobilienportfolio des für institutionelle Investoren konzipierten offenen Spezial-AIF „INP Deutsche Pflege Invest“ ist um drei weitere Pflegeimmobilien ergänzt worden. Die INP-Gruppe, Asset Manager des Fonds, hat die Pflegeeinrichtung „Seniorensitz am Hegen“ in Hamburg-Rahlstedt, das „Haus St. Antonius“ in Kemnath (Bayern) und die „Altstadtresidenz Wernigerode“ in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) für den Fonds erworben.

mehr ...

Recht

Vorsicht bei vorausfahrendem Fahrschulfahrzeug

Im Straßenverkehr müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand stets so bemessen, dass sie auch bei plötzlichem Bremsen des Vorausfahrenden halten können. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn ein entsprechend gekennzeichnetes Fahrschulauto vorausfährt. Hier muss man auch damit rechnen, dass es ohne erkennbaren Grund abbremst. Die Württembergische Versicherung (W&W) weist auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken (13 S 104/18) hin.

mehr ...