Anzeige
12. April 2011, 12:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherer kommen an Maklerpools nicht mehr vorbei

Pool in Versicherer kommen an Maklerpools nicht mehr vorbei

Im ersten Quartal 2011 hat sich nicht einmal jeder fünfte Deutsche von einem Versicherungsvertreter oder -makler beraten lassen, so eine Analyse von Steria Mummert Consulting. Unterdessen bauen Maklerpools ihren Einfluss im Versicherungsvertrieb stetig weiter aus.

Dass die generelle Abschlussbereitschaft trotz der wenigen Beratungen durchaus besteht, schlussfolgern die Marktforscher daraus, dass jedes zweite Kundengespräch direkt oder binnen weniger Wochen zum Vertrag führte.

Dabei konnten die Makler ihren Anteil am Neugeschäft innerhalb der unterschiedlichen Vertriebswege für Assekuranzprodukte der Studie zufolge zu Lasten der Ausschließlichkeitsvertreter kontinuierlich ausbauen. Steria Mummert macht allerdings keine konkreten Angaben zu den Marktanteilen.

Die Experten der Unternehmensberatung sind sich aber sicher, dass den Versicherern durch den Trend zum Maklervertrieb immer einflussreichere Vertriebspartner erwachsen – vor allem in Form der gut organisierten Maklerpools. Noch hätten jedoch die wenigsten Assekuranzen eine strategische Antwort auf diese neuen Marktverhältnisse gefunden.

“Für Versicherungsunternehmen drängt sich vor diesem Hintergrund die Frage auf, ob Makler und freie Vermittler derzeit in ausreichendem Maße in die Vertriebsstrategie eingebunden sind”, sagt Michael Süß, Leiter Vertrieb Versicherungen bei Steria Mummert Consulting.

Vor allem eine klare Strategie zur sinnvollen Zusammenarbeit mit den Maklerpools gehöre auf der Tagesordnung ganz nach oben. Zwar werde derzeit noch nicht der Großteil des Maklergeschäfts über die – für die Versicherungen teuren – Pools eingereicht, aber deren Organisations- und damit Einflussgrad ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Um die Makler auch weiterhin direkt an sich zu binden, komme der Qualität der Vertriebsunterstützung sowie der Ausgestaltung der Online-Strategie dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Für die Versicherungsunternehmen heiße dies, dass sie ein konsequent am Bedarf ihrer Vertriebspartner orientiertes Vertriebsinstrumentarium in Form von Verkaufskonzepten und -technologien bereitstellen müssen.

Seite 2: Warum eine enge vertriebliche Abstimmung für Versicherer so wichtig ist

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...