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25. Oktober 2012, 09:43
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Umfrage: Deutsche zweifeln an gesetzlicher Rente

Die Deutschen schätzen die Sicherheit der gesetzlichen Rentenversicherung fast so schwach ein wie im Jahr 2009. Das ergab die Umfrage „Deutschland-Trend Vorsorge“ des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), Berlin.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die Umfrage, die laut DIA das Vertrauen, die Erwartungen und die Bereitschaft zur Altersvorsorge in Deutschland ermittelt, kann mit keinen guten Nachrichten aufwarten: Mit einem Indexwert von 104 im dritten Quartal 2012 nähert sich dieser den Ergebnissen an, die 2009 zum Höhepunkt der Finanzmarktkrise ermittelt wurden, teilt das Institut mit.

Gesetzliche Rentenversicherung

Quelle: „Deutschland-Trend Vorsorge“, Deutsches Institut für Altersvorsorge (DIA)

-Zum Vergrößern auf Grafik klicken-

Vor allem der Schwund beim Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung habe das Gesamtergebnis wesentlich beeinflusst, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.

„Entweder haben die Befürchtungen, dass sich die Staatsschuldenkrise langfristig auch auf die Solidität der gesetzlichen Rentenversicherung auswirken könnte, wieder zugenommen oder die aktuelle Diskussion über Altersarmut nährt generelle Zweifel an der Sicherheit des Rentensystems“, begründet Morgenstern.

Da die Sicherheit der betrieblichen und privaten Altersvorsorge weiterhin auf hohem Niveau gesehen werde, spreche einiges für die zweite Ursache, so der Experte.

Mit dem geringeren Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung ist zugleich eine Zunahme der Befürchtung zu verzeichnen, dass der Lebensstandard im Alter gesenkt werden müsse. Davon gehen mittlerweile 76 Prozent aus, so hoch lag der Wert seit 2009 nicht mehr. Im zweiten Quartal 2012 hegten 71 Prozent der Befragten diese Befürchtung.

„Trotz dieser Einschätzung ist die Bereitschaft, die Vorsorgelücke im Alter zu schließen, jedoch nicht größer geworden“, bedauert Morgenstern. Wie schon in den anderen Quartalen dieses Jahres gibt lediglich rund ein Viertel an, dass die eigene Vorsorge nicht ausreichend sei, aber in den kommenden zwölf Monaten mehr dafür getan werden solle.

Einen Rückgang in der Vorsorgebereitschaft, wie er unlängst in anderen Studien festgestellt wurde, bestätige der DIA-Deutschland-Trend noch nicht, so Morgenstern, aber die Melange aus geringerem Vertrauen, größerer Furcht vor Altersarmut und mangelnder Reaktion darauf sei brisant genug.

Das DIA erhebt seit 2009 in jedem Quartal die Stimmungen und Aktivitäten der Bevölkerung zum Thema Vorsorge. Befragt wurden 1.017 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren. (lk)

Grafik: DIA

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Ich glaube nicht mehr daran dass die Versicherungen als Altersvorsorge wiederkommen werden. Die Zeiten ändern sich, es wurde genug Geld vernichtet. Sachwerte sind das einzig richtige

    Kommentar von Jan Lanc — 30. Oktober 2012 @ 14:59

  2. Verunsicherung ist schuld an einem Vorsorgestop der Deutschen. Krisen und schwindendes Vertrauen in die staatlichen Rentensysteme lassen viele unschlüssig abwarten, obwohl Private Altersvorsorge kein Thema für die lange Bank sein sollte. Immobilienanlagen und Edelmetalle profitieren von der aktuellen Marktlage. Warten lohnt nicht, die Zeit arbeitet doch gerade für einen soliden Ruhestand.

    Kommentar von André Perko - FINANCEDOOR GmbH — 28. Oktober 2012 @ 20:01

  3. Das Interesse Vorsorge zu treffen, nimmt, egal in welcher Form, ab. Das Vertrauen in die Zukunft der gesetzl. Rente fehlt ebenso, wie in Lebensversicherungen, Riesterverträgen, BAV in jeglicher Form, Investmentfonds oder Fondspolicen. Gerade in den privaten Investments wurde aufgrund einer Geldvernichtung, das Vertrauen zerstört. Einzige Alternative ist ein Investment in physischen Immobilienanlagen.

    Kommentar von Otto Tegethof — 26. Oktober 2012 @ 10:27

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