Allianz stellt defizitäres Bankgeschäft ein

Der Versicherer Allianz stellt das defizitäre Bankgeschäft unter der Marke „Allianz Bank“ zum 30. Juni 2013 ein. Rund 450 Arbeitsplätze werden im Zuge dieser Maßnahme abgebaut. Die Fondsberatung in den Allianz-Agenturen soll bestehen bleiben, teilt das Unternehmen in München mit.

Im Jahr 2009 wurde die Allianz Bank als Zweigniederlassung der Oldenburgische Landesbank (OLB) gegründet, um das über die Allianz-Agenturen vermittelte Bankgeschäft auszubauen. Doch die Erwartung im hart umkämpften Privatkundengeschäft profitabel wachsen zu können, habe sich nicht erfüllt, sagt Andree Moschner, im Vorstand der Allianz Deutschland AG für den Vertrieb und das Bankgeschäft zuständig. Eine dauerhafte Trendwende sei aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds nicht in Sicht, so Moschner.

450 Arbeitsplätze fallen weg

Bundesweit werden rund 450 Arbeitsplätze in der Bank wegfallen, da das Geschäft mit Konten, Karten, Krediten und Einlagen komplett eingestellt werden soll. Die betroffenen Kunden sollen „in Kürze“ weitergehende Informationen direkt von der Allianz Bank erhalten. Die Allianz-Agenturen sollen weiterhin zu den Themen Versicherung, Vorsorge und Vermögen inklusive Investmentfonds von Allianz Global Investors (AGI) beraten.

Die Aufwendungen für die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen würden gemäß bestehender Vereinbarung von der Allianz Deutschland AG getragen, heißt es weiter. Alle geplanten Maßnahmen würden nun mit den Arbeitnehmergremien beraten.

Bankgeschäft soll 2014 ausgeglichenes Ergebnis erzielen

„Im Nordwesten Deutschlands wird die OLB ihr erfolgreiches Geschäft als größte private Regionalbank mit langer Tradition fortsetzen“, ergänzt Moschner. Als Konsequenz der Restrukturierung erwarte die Allianz Deutschland im Bankgeschäft im Jahr 2014 ein ausgeglichenes Ergebnis. (lk)

Foto: Allianz

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