25. September 2013, 15:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BdV fordert neue Altersvorsorge-Konzepte

Die Bundestagswahl liegt erst wenige Tage zurück, doch die Interessengruppen bringen sich bereits in Stellung – so auch der Bund der Versicherten (BdV). BdV-Chef Axel Kleinlein wünscht sich zügige Klarheit bei den Bewertungsreserven und fordert von der künftigen Regierung neue Konzepte in der Altersvorsorge.

Axel Kleinlein, Bund der Versicherten

Axel Kleinlein, Bund der Versicherten (BdV)

Die bisherigen Angebote der Versicherer als nachhaltige Lösungen seien gescheitert, so Kleinlein. “Eine neue Regierung muss neue Lösungen für die Altersvorsorge entwickeln. Mit einem ‘Weiter so’ verlieren wir wertvolle Zeit.” Der BdV-Chef verweist dabei auf “neue Ansätze” der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die es zu prüfen gelte, um zu “tragfähigen und soliden” Lösungen für die Altersvorsorge zu kommen.

Bewertungsreserven: BdV appelliert an Merkel

Zudem moniert der BdV, dass in der letzten Legislaturperiode einige Aufgaben “ungelöst blieben und endlich angepackt” werden müssten. An erster Stelle stehe die Beteiligung an den Bewertungsreserven. Man hoffe, so die Verbraucherschützer, dass Bundeskanzlerin Merkel die eigene Partei in dieser Frage ernst nehme: “Die CDU-Basis hat noch letztes Jahr beschlossen, dass die Bewertungsreserven auch weiter den Kunden gehören sollen. Hoffentlich vergisst Frau Merkel das nicht, wenn sie mit der Versicherungslobby diskutiert”.

Mehr Transparenz bei Riester- und Rürup-Rente gefordert

Darüber hinaus mahnt der Verein eine weitergehende Reform der Riester- und Rürup-Rente an: Die letzte Regierung habe nach langem Ringen mit dem Altersvorsorgeverbesserungsgesetz eine Erhöhung der Transparenz bei Riester- und Rürup-Renten angestoßen. Es zeichne sich aber jetzt schon ab, dass das “gut angedachte Projekt” an der konkreten Umsetzung scheitern könnte, heißt es. Wenn sich die Linie der vorherigen Regierung durchsetze, erwarte man, dass Kunden zukünftig mit einer sogenannten Effektivkostenquote über die Kosten des Vertrags informiert werden sollen. “Diese kann aber auch irreführend eingesetzt werden und hohe Kosten verschleiern”, betont Kleinlein.

Verbraucherschützer kritisieren Ausrichtung der Bafin

Weiter teilt der BdV mit, dass man eine Belebung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) als “Sachwalter der Kundeninteressen” auf dem “Wunschzettel” habe. “Bisher konzentriert sich die Aufsichtsbehörde darauf, die Pleite eines Versicherers zu verhindern und stellt die individuellen Interessen der Verbraucher dafür hinten an”, kritisiert Kleinlein. Es sei dringend notwendig, dass auch die Ansprüche der einzelnen Verbraucher ernster genommen werden, fordert der BdV-Chef. (lk)

Foto: Christof Rieken

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...