Anzeige
22. Mai 2013, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Service-Studie: Direktversicherer überzeugen

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat Service und Preis-Leistungs-Verhältnis von 15 Filial- sowie acht Direktversicherern im Auftrag des Nachrichtensenders N-TV untersucht. Laut der Studie hatten hinsichtlich der Serviceleistungen insgesamt die Direktversicherer die Nase vorn.

Service-Studie: Direktversicherer überzeugenBei den Filialversicherern errang die Gothaer den Testsieg im Segment Berufsunfähigkeitsvorsorge (BU). Zweiter wurde Axa vor der Württembergischen. Im Testfeld Unfallversicherungen ließ Axa die Konkurrenz hinter sich. Auf den Plätzen folgen die Gothaer und HUK-Coburg. Das Gesamtergebnis setzt sich aus den Aspekten Service- und Leistungsanalyse zusammen.

Direktversicherer überzeugen mit Service 

Bei den Direktversicherern errang die Hannoversche Platz eins in punkto BU vor Asstel und Cosmos Direkt. Beim Produkt Unfallversicherung sicherte sich Cosmos Direkt den Testsieg. Auf den Podestplätzen landeten Asstel und Huk 24.

Insgesamt die bessere Serviceleistung bieten der Studie zufolge die Direktanbieter. Demnach erhielten sieben Unternehmen die Bewertung “gut”, Cosmos Direkt sogar ein “sehr gut”. Dagegen kam Axa als bester Filialversicherer – wie elf weitere Anbieter – demnach nicht über ein “befriedigend” hinaus. Drei Anbieter kassierten ein nur ausreichendes Serviceurteil.

DISQ: Persönliche Beratung oft unzureichend

Bei den Direktversicherern wurden laut DISQ E-Mails nicht nur erheblich schneller beantwortet, auch die Wartezeiten beim telefonischen Service waren deutlich kürzer. So befanden sich demnach Anrufer bei Filialanbietern im Schnitt fast doppelt so lange in der Warteschleife wie Anrufer bei Direkt-versicherern. Die Möglichkeiten der persönlichen Vor-Ort-Beratungen ließen die Versicherer mit Filialnetz der Studie zufolge oft ungenutzt.

Im Rahmen von Filial-Gesprächen zum Thema Unfallversicherung erkundigten sich demnach lediglich 13 Prozent der Berater nach dem Beruf der Testperson. “Es ist erschreckend, dass die persönliche Beratung oft völlig unzureichend auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet ist”, kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des DISQ.

Erhebliche Tarifunterschiede bei BU- und Unfallversicherung

Auch der Vergleich der Tarife offenbarte laut DISQ teils erhebliche Unterschiede. Gravierend seien diese vor allem im Bereich der Unfallversicherung. Während der günstigste Anbieter demnach eine jährliche Prämie von 99 Euro verlangte, betrug diese im Höchstfall mit 322 Euro mehr als das Dreifache.

Insgesamt betrachtet lag die durchschnittliche Jahresprämie DISQ zufolge der Direktversicherer bei 144 Euro. Filialanbieter verlangen demnach von ihren Kunden im Schnitt 199 Euro. Große Preisdifferenzen zeigten sich auch im Bereich BU: Im Vergleich zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter lag das Einsparpotenzial bei über 62 Prozent, so DISQ.

Das DISQ analysierte insgesamt 23 Anbieter von privaten Risikoversicherungen. Basis der Studie mit insgesamt 788 Servicekontakten waren verdeckte Anfragen per Telefon und E-Mail sowie eine umfassende Analyse des Internetauftritts. Soweit möglich fanden darüber hinaus Test-Beratungen vor Ort statt. In Kooperation mit dem Versicherungsanalysten Franke und Bornberg erfolgte zudem zum Stichtag 1. April 2013 eine umfassende Be-wertung der Beitragshöhen und Leistungen der Versicherungsprodukte. (jb)

 

Foto: Shutterstock

 

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...