Fondspolicen: Ausdauer wichtiger als Einstiegszeitpunkt

Über ein Jahr lang zeigten die Kurse an den Aktienbörsen nach oben. In den letzten Wochen ist die Unruhe zurückgekehrt. Handelt es sich nur um eine Verschnaufpause? Wie können Finanzberater unterschiedliche Kundentypen jetzt beraten?

Gastbeitrag von Thomas Klein, Head of Marketing & Sales der Heidelberger Lebensversicherung

Thomas Klein, Heidelberger Leben: „Mit einem Tagesgeldkonto können die langfristigen Vorsorgeziele nicht erreicht werden.“

Langfristige Altersvorsorge in Zeiten historisch niedriger Zinsen – für viele Makler ist es eine Herausforderung, ihre Kunden von den Vorteilen einer am Kapitalmarkt orientierten und auf längere Sicht angelegten Altersvorsorge zu überzeugen.

Klar ist: Es ist unwahrscheinlich, dass Kunden allein mit den immer noch beliebten Alternativen Sparbuch oder Tagesgeldkonto ihre langfristigen Vorsorgeziele erreichen können.

Makler sollten auf breite Anlage-Streuung achten

Makler sollten gemeinsam mit ihren Kunden auf eine breite Streuung der Anlageformen im Portfolio achten. Gerade in Märkten mit stärkeren Kursschwankungen sollte das Portfolio auch die entsprechende Flexibilität aufweisen, um auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können. Es sollte die Schwankungen der einzelnen Anlageklassen ausgleichen können und vor allem zum Sicherheitsbedürfnis und Anlagehorizont der Kunden passen.

Ausdauer wichtiger als Einstiegszeitpunkt

Im „5R“-Report der Heidelberger Leben erreichten die ausgewählten Fonds zur Altersvorsorge bei monatlicher Sparweise von 2002 bis 2012 durchschnittliche jährliche Renditen von 1,69 Prozent für einen Geldmarktfonds (FT AccuGeld) bis zu 12,96 Prozent für einen Aktienfonds (Templeton Asian Growth A) – trotz zwischenzeitlicher Krisen wie der Finanzmarktkrise in 2008.

Vieles spricht also dafür, dass für Neueinsteiger in die fondsgebundene Altersvorsorge mit regelmäßiger Sparleistung und langfristiger Laufzeit die Ausdauer wichtiger ist, als der Einstiegszeitpunkt oder frühzeitige und häufige Wechsel zwischen den Anlagekonzepten.

Vermögensverwaltende Fonds im Fokus

Für Kunden, die die Asset-Allocation Profis überlassen möchten, würden sich vermögensverwaltende Fonds anbieten. Manager dieser Fonds versuchen, den Aktienanteil in Phasen steigender Kurse zu erhöhen, um in Phasen sinkender Aktienkurse den Renten- oder Geldmarktanteil entsprechend aufzustocken. Im Extremfall reduzieren einige Fondsmanager ihre Aktienfondsquoten sogar auf Null, um das Vermögen der Anleger bestmöglich zu schützen.

Foto: Heidelberger Leben

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