Anzeige
10. Juli 2013, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hochwasser teuerste Naturkatastrophe 2013

Die mit Abstand teuerste Naturkatastrophe des ersten Halbjahres war das Hochwasser in Südost- und Ostdeutschland und den angrenzenden Staaten im Mai und Juni, so der Rückversicherer Munich Re. Vom Großteil der Schäden war demnach Deutschland betroffen.

Münchener Rück: Hochwasser ist teuerste Naturkatastrophe 2013Der ökonomische Schaden beträgt laut Munich Re mehr als zwölf Milliarden Euro (16 Milliarden US-Dollar). Das Hochwassers verursachte demnach einen versicherten Schaden in der Größenordnung von gut drei Milliarden Euro (3,9 Milliarden US-Dollar). Der weitaus größte Teil der versicherten Schäden sei auf Deutschland entfallen.

Das Elbe-Hochwasser des Jahres 2002 hatte einen Gesamtschaden von 16,5 Milliarden US-Dollar verursacht, der versicherte Schaden lag bei 3,4 Milliarden US-Dollar. “Hochwasserereignisse in Deutschland und Zentraleuropa sind seit 1980 um den Faktor zwei häufiger geworden. Gerade bei Überschwemmungen muss jedoch eine erhöhte Gefährdung, wie häufigere Starkniederschlagsereignisse, nicht zwangsläufig zu höheren Schäden führen. Ein solcher Anstieg kann durch verstärkten Hochwasserschutz vermieden werden”, sagt Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek.

Daher sei es wichtig, dass das Risikobewusstsein geschärft werde. So bräuchten Flüsse mehr Platz, damit Hochwasserwellen ohne schwere Schäden abfließen könnten. Und beim Ausweis von Gewerbe- oder Wohnbaugebieten müsse das Überschwemmungsrisiko mit berücksichtigt werden. Die Politik solle daher nicht nur nach Katastrophen Nothilfefonds auflegen, sondern verstärkt vorausschauend handeln und einen klugen, überregionalen, möglichst international koordinierten Hochwasserschutz betreiben, fordert Jeworrek.

Überschwemmungen führen zu Milliardenschäden

Insgesamt ereigneten sich laut Munich Re in der ersten Jahreshälfte weltweit 460 schadenrelevante Naturereignisse und damit etwas mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (390). Überschwemmungen und Hochwasser mit Milliardenschäden dominieren die Naturkatastrophenstatistik des ersten Halbjahres 2013.

Rund 47 Prozent der Gesamtschäden und 45 Prozent der versicherten Schäden entstanden aus Inlandsüberschwemmungen, die sich in Europa, Kanada, Asien und Australien ereigneten. Insgesamt blieben die Schäden aus Naturkatastrophen mit rund 45 Milliarden US-Dollar unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (85 Milliarden US-Dollar). Die versicherten Schäden beliefen sich auf 13 Milliarden US-Dollar (10-Jahres-Durchschnitt: 22 Milliarden US-Dollar).

Das zweitteuerste Ereignis in der ersten Jahreshälfte war zwischen 18. und 22. Mai eine Unwetterfront mit schweren Tornados in den USA. Der gesamtwirtschaftliche Schaden betrug mehr als drei Milliarden US-Dollar, davon waren etwa 1,5 Milliarden US-Dollar versichert.

Ein weiteres folgenschweres Ereignis war eine Überschwemmung in der kanadischen Provinz Alberta im Juni. Erste Schätzungen lassen einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von mehr als drei Milliarden US-Dollar vermuten, auch der versicherte Schaden dürfte die Milliardengrenze übersteigen. Das humanitär schwerwiegendste Ereignis waren Sturzfluten im Norden Indiens und Nepals, bei denen mehr als 1.000 Menschen ums Leben kamen. (jb)

 Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Bank of America stößt Vonovia ab

Aktien von Vonovia sind nicht mehr Teil des Portfolios der Bank of America, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Zuvor war die Bank einer der größten Aktionäre des Immobilienunternehmens.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...