Anzeige
Anzeige
12. September 2013, 11:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AfW initiiert “Berliner Erklärung”

Die Vertreter von dreizehn deutschen Maklerpools haben sich in der “Berliner Erklärung” für den Erhalt der Unabhängigkeit der Makler von den Versicherern ausgesprochen. Der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. (AfW) hatte die Geschäftsführer und Vorstände zum 11. September nach Berlin eingeladen.

Anlass war die öffentlich gewordene Diskussion innerhalb des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GdV) über Eingriffe in das derzeitige Provisionssystem, so der AfW. Die Teilnehmer des Treffens haben demnach einhellig die Bedeutung der Unabhängigkeit der Versicherungsmakler von den Versicherungsgesellschaften unterstrichen.

Unabhängigkeit der Makler ist von zentraler Bedeutung

Weiterhin haben sich die Vertreter der Maklerpools gegen Bestrebungen ausgesprochen, die Unabhängigkeit der Makler anzutasten und die Relevanz der Maklerschaft für den deutschen Versicherungsmarkt betont.

Am Ende des Gesprächs haben alle Teilnehmer die “Berliner Erklärung” verabschiedet, die unter anderem frei verhandelbare Maklervergütung, die Unabhängigikeit der Makler, qualitativ hochwertige Beratung und eine Erweiterung der Kostendiskussion auf die Gesamtkosten in privaten Altersvorsorgeprodukten fordert.

Berliner Erklärung

Die unterzeichnenden Pools erklären:

1. Wir sprechen uns für frei verhandelbare Vergütungen in der Lebensversicherung aus. Die Branche steht dem Verbraucher gegenüber in der Verantwortung und ist in der Lage, ihre Vergütungsmodelle selbst zu regeln – und dies ohne kartellrechtlich bedenkliche Absprachen.

2. Wir sprechen uns für eine Erweiterung der Kostendiskussion auf die Gesamtkosten in privaten Altersvorsorgeprodukten aus. Eine Einschränkung der Diskussion auf einzelne Kostenarten (wie die Abschlussprovision) trägt dem Interesse der Verbraucher nicht ausreichend Rechnung. Kostenersparnisse müssen vollumfänglich beim Verbraucher ankommen. Jede Initiative muss dies verbindlich sicherstellen.

3. Wir sprechen uns für unabhängige und qualitativ hochwertige Verbraucherberatung aus. Sie ist Voraussetzung für eine Altersvorsorge aller Bevölkerungsschichten.

4. Wir sprechen uns für den Berufsstand des unabhängigen Versicherungsmaklers aus, der im ausschließlichen Interesse seiner Kunden handelt und hierfür angemessen vergütet werden muss. Im Versicherungsvertrieb führen steigende Anforderungen durch Regulierung und Administration zu höheren Kosten. Während Versicherungsmakler diese Kosten selbst tragen müssen, werden abhängige Versicherungsvertreter durch Ausschließlichkeitsorganisationen der Versicherer subventioniert.

5. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Unabhängigkeit des Versicherungsmaklers zu garantieren und ihn mit unserer Tätigkeit wettbewerbsfähig zu halten. 94 Prozent der Versicherungsmakler sind in Maklerpools organisiert. Daher setzen wir uns für die Interessen des unabhängigen Vertriebs ein.

Berlin, den 11. September 2013

Dr. Jutta Krienke – Vorstand, BCA

Oliver Lang – Vorstand, BCA

Norbert Porazik – Geschäftsführer, Fonds Finanz

Sven Burkart – Vertriebsleiter, Wifo

Andreas Kison – Vorstandsvorsitzender, Infinus

John Schröder – Vorstand, Jung, DMS & Cie.

Oliver Kieper – Vorstand, Netfonds

Matthias Kschinschig – Geschäftsführer, Aruna

Oliver Pradetto – Geschäftsführer, Blau direkt

Oliver Drewes – Geschäftsführer, Maxpool

Hartmut Goebel – Vorstand, Germanbroker.net

Hans Schex – Geschäftsführer, Monad

Michael Bade – Geschäftsführer, Status

Guntram Schloß – Vorstand, Apella

RA Norman Wirth – geschäftsführender Vorstand, AfW

Frank Rottenbacher – Vorstand, AfW

Carsten Brückner – Vorstand, AfW

“Wir als AfW freuen uns, dass alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Erklärung gefunden haben, die auch als ein Signal an die Maklerschaft gedacht ist”, kommentiert AfW-Vorstand Frank Rottenbacher gegenüber Cash.-Online. (jb)

Foto: AfW

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...