Anzeige
Anzeige
8. Mai 2013, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“68 Prozent fürchten sich vor einer Demenzerkrankung”

Der Krankenversicherer Central gehört zu den ersten Pflege-Bahr-Anbietern im Markt. Vorstandschef Heinz Teuscher erklärt, wie sich sein Haus im Bereich Pflege positioniert hat.

Pflege-Versicherung

“Es ist schlichtweg notwendig, das Thema Pflege im Beratungsgespräch aufzugreifen.”

Cash.: Bis zum Jahr 2030 könnten mehr als drei Millionen Deutsche auf fremde Hilfe angewiesen sein. Dann hätten 27 Millionen Menschen einen Pflegefall in der Familie – dreimal soviel wie heute. Ist unsere Gesellschaft für dieses Szenario gerüstet?

Teuscher: Klar ist, dass die gesetzliche Pflegeversicherung allein den Bedarf einer alternden Gesellschaft auf lange Sicht nicht decken kann. Eine zusätzliche private Absicherung wird daher immer wichtiger werden. Deshalb fördert der Staat jetzt die private Pflegevorsorge mit einem monatlichen Zuschuss. Wir haben mit unserem neuen Tarif „central.pflege“ frühzeitig auf diese Gesetzesänderung reagiert.

Eine wichtige Ergänzung bieten wir unseren Versicherten mit dem Tarif „central.pflegePlus“ an, damit eine möglichst umfassende Pflegevorsorge sichergestellt werden kann. Hierdurch kann das Pflegetagegeld noch einmal deutlich erhöht werden. Um den Herausforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden, wird das Thema Pflege auch weiterhin einen wichtigen Platz auf der gesundheitspolitischen Agenda einnehmen.

Verbraucherschützer halten eine private Pflegeabsicherung zumeist für sinnvoll, betonen aber, dass eine Privathaftpflicht, der Berufsunfähigkeitsschutz und die private Altersvorsorge wichtiger seien. Bleibt im Beratungsgespräch überhaupt noch genug Raum, um das für viele Menschen unangenehme Thema Pflege anzusprechen?

Es ist schlichtweg notwendig, das Thema Pflege im Beratungsgespräch aufzugreifen. Durch die „Generali Altersstudie 2013“ wissen wir, dass 78 Prozent der 65- bis 85-Jährigen sich Sorgen darüber machen, pflegebedürftig zu werden. 68 Prozent fürchten sich vor einer Demenzerkrankung.

Auch die Sorge, dass dem Partner oder anderen engen Familienmitgliedern etwas zustoßen könnte, spielt für die Mehrheit eine große Rolle. Aber auch für jüngere Menschen ist die private Gesundheitsvorsorge ein wichtiges Thema. Gerade bei der privaten Pflegeversicherung empfiehlt es sich, frühzeitig zu starten.

Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner beim Thema Pflege?

Vor der Produkteinführung wurden unsere Vertriebspartner umfassend geschult. Gemeinsam mit unserem Vertriebspartner Deutsche Vermögensberatung haben wir außerdem eine App für das iPad zum Thema Pflege entwickelt. Diese Modul-Anwendung hilft den Beratern, die Kundengespräche interaktiv zu gestalten und den Kunden die Pflegeversicherung und den Vorsorgebedarf anschaulich zu erklären.

Eine Bedingung des Pflege-Bahrs ist, dass keine Gesundheitsprüfung verlangt werden darf. In der Branche gibt es nun die Befürchtung, dass insbesondere Personen mit Vorerkrankungen den Tarif auswählen und sich der Pflege-Bahr damit deutlich verteuert. Teilen Sie diese Bedenken?

Nein. Unser Tarif sieht die gesetzlich vorgeschriebene maximale Wartezeit von fünf Jahren vor. Aus unserer Sicht ist diese Wartezeit ausreichend bemessen, um das finanzielle Risiko durch Vorerkrankungen auszugleichen.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Central

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Betriebsrente: Garantieverbot kommt

Die Bundesregierung hat die Reform der Betriebsrente beschlossen. CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge. Der Bundestag soll dem Gesetzentwurf bereits am 1. Juni zustimmen.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilienpreise steigen in allen Segmenten

Die Immobilienmärkte sind unruhig in den letzten Monaten. Nach sinkenden Preisen im März verteuerten sich Wohnimmobilien im April wieder. Dr. Thilo Wiegand von Europace erklärt, warum die Preise langfristig nicht nachgeben.

mehr ...

Investmentfonds

“Gold kann zum Werterhalt eines Portfolios beitragen”

Sowohl ein direktes als auch ein indirektes Investment in Rohstoffe ist empfehlenswert, sagt Peter Königbauer, Head of Real Assets bei Pioneer Investments. Er sprach mit Cash. über die Entwicklung des Goldpreises und die Auswahl von Einzeltiteln.

mehr ...

Berater

“Win-Win-Win-Situation für Kunden, Berater und Produktgeber schaffen”

“In der Bevölkerung war der Bedarf an Ruhestandsplanung schon immer groß. Er wird mangels Wissen rund um die Kunden bloß nicht artikuliert”, sagt Ronald Perschke, Vorstand des Bundesverbandes Initiative Ruhestandsplanung e.V. Mit ihm und seinem Vorstandskollegen Olaf Neuenfeldt hat Cash. gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bürgerenergie-Projekte dominieren erste Windkraft-Ausschreibung

Die Konsequenzen der aktuellen Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Onshore-Windparks sind mehr Wettbewerb, hohe Unsicherheit und weniger Investitionsobjekte. Kommentar von Thomas Seibel, Geschäftsführer der re:cap global investors ag

mehr ...

Recht

Möblierte Wohnungen: Checkliste für Vermieter

Möblierte Wohnungen auf Zeit mieten zu können ist für Mieter und Vermieter praktisch. Auch wenn Mieter und Vermieter in der Regel Privatpersonen sind, müssen sie einige wichtige Punkte beachten. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste erstellt.

mehr ...