26. Februar 2013, 14:34
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Neuer Krankenvolltarif: Central will auf Qualität setzen

Die Central Krankenversicherung will ihr Billigtarif-Image endlich hinter sich lassen: Der neue Krankenvolltarif “central.privat” soll alle PKV-Mindeststandards umsetzen und unter anderem chefärztliche Leistungen im Krankenhaus über den Höchstsätzen der Gebührenordnung erstatten.

Heinz Teuscher, Central

Heinz Teuscher, Vorstandsvorsitzender Central

Wie das Kölner Unternehmen mitteilt, werde man sich im Vollversicherungsbereich zukünftig auf den neu geschaffenen Tarif konzentrieren, den es in drei Selbstbeteiligungsstufen gibt (zehn, 20 oder 30 Prozent). Darüber hinaus bietet die Central nur noch Kranken- und Pflegezusatzversicherungen an.

“Mit dem neuen Produkt hat die Central ihre Tarifstruktur auf den klassischen, hochwertigen Versicherungsschutz ausgerichtet”, sagt Heinz Teuscher, Vorstandsvorsitzender der Central Krankenversicherung.

Tarif mit PKV-Mindeststandards

Im Leistungspaket umgesetzt sind laut Central die PKV-Mindeststandards: 50 Stunden ambulante psychotherapeutische Behandlung, bis zu drei Entwöhnungsmaßnahmen sowie ein offener Hilfsmittelkatalog. Bei der häuslichen Behandlungspflege werde neben der Grundpflege auch die hauswirtschaftliche Versorgung erstattet, wenn damit eine stationäre Heilbehandlung ersetzt wird.

Auch ambulante und stationäre Hospizleistungen seien im Versicherungsschutz inbegriffen. Für Kinder und Jugendliche stehen demnach bei Eintritt bestimmter schwerer Erkrankungen, die im Tarif genannt sind, oder infolge schwerer Unfälle zusätzlich bis zu 25.000 Euro zur Verfügung.

Veränderte Selbstbeteiligung

Verändert habe man zudem die Mechanik der Selbstbeteiligung (SB), so der Versicherer: Bisher zahlte der Kunde bis zum Erreichen der SB-Grenze alle Rechnungen selbst. Beim “central.privat” erstatte die Central bereits ab der ersten Rechnung, heißt es. Der Versicherte trägt einen Anteil von beispielsweise zehn Prozent selbst, bis ein jährlicher Maximalbetrag erreicht ist.

“Mit dem neuen Prinzip ersparen wir unseren Kunden bei den ersten Arztbesuchen im Jahr hohe Aufwendungen aus der eigenen Tasche”, so Teuscher. “Über den prozentualen Eigenanteil erwarten wir zudem einen Steuerungseffekt und gehen davon aus, dass unsere Kunden so zur Beitragsstabilität beitragen.” (lk)

Foto: Central

2 Kommentare

  1. q.e.d. (bezogen auf den obigen Eintrag)

    Kommentar von Ingo Makler — 28. Februar 2013 @ 13:44

  2. Na das ist doch mal schön.?!!! Wieder ein neuer Tarif und das Rad wurde wieder neu erfunden.
    Vielleicht hätte man sich mal darauf konzentrieren sollen zuvor vernünftig zu kalkulieren und nicht das versagen der Vorstandschaft damit zu kompensieren den gesamten Vertrieb und die angeschlossenen Makler zu kündigen.
    Ich wünsche dem Verein viel Erfolg mit dem exklusivvertrieb DVAG.
    Der Tag kommt an dem die Kunden aufwachen und merken wie gut sie beraten sind.

    Kommentar von schneider — 28. Februar 2013 @ 10:16

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