9. Mai 2014, 09:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BU: Quo vadis im Bedingungs- und Tarifdschungel

Für den Auszubildenden mag dies zu Beginn eine besonders günstige Absicherung seiner Erwerbsunfähigkeit sein, die im Gegenzug die Option einräumt, zu einem späteren Zeitpunkt die Berufsunfähigkeitsabsicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung einzubinden.

Der handwerklich Tätige ist vielleicht bereit, für den Verzicht auf die abstrakte Verweisung etwas mehr Geld auszugeben. Der leitende Angestellte möchte seinen Versicherungsschutz zu späteren Terminen ohne Gesundheitsprüfung an veränderte Lebensumstände anpassen können. Oder die Krankenschwester legt Wert auf eine Infektionsklausel im Bedingungswerk.

Auch mag es im Einzelfall sinnvoll sein, auf das eine oder andere Bedingungsfeature zu verzichten, wenn der Vertragsabschluss für den Kunden andere Vorteile birgt, wie etwa die Annahme ohne Ausschlussklausel oder Zuschlag.

Ohne Fleiß kein Preis

Für den Makler bedeutet all dies: sich allein auf Ratingergebnisse oder Vergleichsportale zu verlassen, wird dem “best-advice-Gebot” nicht gerecht. Es obliegt vielmehr dem Einzelnen, sich als Sachwalter der Versicherungsangelegenheiten seines Kunden detailliert mit den Produkten auseinanderzusetzen.

Die bestmögliche Dokumentation seiner Beratungsarbeit minimiert darüber hinaus sein Haftungsrisiko. Und dann ist der Weg frei zum optimalen Ergebnis – erarbeitet mit und für den Kunden.

Autor ist Dr. Christian Kirsch, Rechtsanwalt und Chief Underwriting Officer bei Zurich Leben.

Foto: Zurich / Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

2 Kommentare

  1. ..sorry es sollte natürlich “..aber wir sind nicht in der AO Welt” heißen ..bitte diesen grammatikalischen Fehler zu entschuldigen !

    HG DerMakler

    Kommentar von DerMakler — 10. Mai 2014 @ 12:29

  2. Schon sehr interressant, das eine weitere (verpflichtende ) Haftung ,die “best advice” von Seiten des Maklers eingeholt werden soll ! Warum sollte ein Makler dies tun ? Es gibt NIE immer nur einen, deshalb gibt der Makler ja Hilfestellung in der Beratung & Vergleich und kann Empfehlungen aussprechen ..aber wir sind in der AO Welt, die tatsächlich immer nur “den Einen” als Besten darstellen kann und muss..und das ist auch gut so ..

    In diesem Sinne

    HG DerMakler

    Kommentar von DerMakler — 9. Mai 2014 @ 22:40

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BKK-Dachverband verurteilt Spahns Angriffe auf die Selbstverwaltung der GKV

Der BKK Dachverband hat heute die neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Neu gewählt als Vorsitzender wurde Ludger Hamers als Versichertenvertreter, der Andreas Strobel ablöst. Weiterhin mit an der Spitze steht auch Dietrich von Reyher als Arbeitgebervertreter. Wofür der neue Aufsichtsrat eintreten will.

mehr ...

Immobilien

Volltilger-Darlehen im Zinstief: Planungssicherheit ist gefragt

Jeder zehnte Bauherr oder Immobilienkäufer und jeder dritte Anschlussfinanzierer wählt ein Volltilger-Darlehen. Warum der Anteil gestiegen ist. 

mehr ...

Investmentfonds

UniCommerz oder CommerzING? Oder was kommt als nächstes?

Nach den gescheiterten Fusionsbestrebungen zwischen der Commerzbank und der Deutschen Bank sind neue Gerüchte über eine mögliche Fusion von Commerzbank mit UniCredit bzw. ING aufgekommen. In seinem Gastbeitrag schreibt Alex Pelteshki, CoManager des Kames Strategic Global Bond Fonds, darüber, dass die Commerzbank eine radikale Lösung braucht. Was weniger eindeutig ist, ob eine dieser beiden Kombinationen sie erfüllen kann.

mehr ...

Berater

Provisionsdeckel: “Markteintrittsbarriere für neue Vermittler”

Dass im Zuge der Überprüfung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ein Provisionsdeckel von 2,5 Prozent bei Abschlussprovisionen diskutiert wird, ist aberwitzig und für die Stärkung einer qualifizierten Beratung absolut kontraproduktiv und schädlich. Gastbeitrag von Michael H. Heinz, Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute (BVK)

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Vertriebshaftung wegen Anschreiben

Das Landgericht Berlin hat einen Finanzdienstleister zur Rückabwicklung der Investition eines Anlegers bei dem inzwischen insolventen Container-Anbieter P&R verurteilt. Zum Verhängnis wurde dem Vertrieb ein unbedachter Satz in einem Anschreiben.

mehr ...

Recht

Vorsicht bei vorausfahrendem Fahrschulfahrzeug

Im Straßenverkehr müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand stets so bemessen, dass sie auch bei plötzlichem Bremsen des Vorausfahrenden halten können. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn ein entsprechend gekennzeichnetes Fahrschulauto vorausfährt. Hier muss man auch damit rechnen, dass es ohne erkennbaren Grund abbremst. Die Württembergische Versicherung (W&W) weist auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken (13 S 104/18) hin.

mehr ...