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16. Mai 2014, 11:57
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bAV: “Die Regierung hat es in der Hand”

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) soll nach dem Willen der Bundesregierung das neue Zugpferd der privaten Altersvorsorge sein. Im Interview spricht Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Pensionsmanagement und bAV-Verantwortlicher beim Lebensversicherer HDI, über die Herausforderungen in einem bewegten Markt.

Fabian von Löbbecke, HDI

Cash.: Die bAV-Bestände im Markt legen zwar insgesamt zu, allerdings „schwächeln“ die Wachstumsraten. Wie gehen Sie mit der Situation um?

von Löbbecke: Wir argumentieren mit Zahlen und Fakten, um die Vorteilhaftigkeit der bAV zu untermauern. Und die Tatsachen sprechen für sich: Mit der Betriebsrente können Arbeitnehmer äußerst effizient für das Alter vorsorgen. Die Steuer- und Sozialabgabenfreiheit bei der Entgeltumwandlung bewirkt den entscheidenden Leistungsvorteil. Davon profitiert der Kunde übrigens nicht nur bei der Altersvorsorge, sondern auch beim Einkommensschutz in der Erwerbsphase.

Unser Konzept “bAV Nettojoker” ermöglicht es Arbeitnehmern, im Rahmen der Betriebsrente ihre Arbeitskraft gegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (BU/EU) zu schützen. Der betriebliche Einkommensschutz ist bei gleicher Nettoleistung im Schnitt rund 25 Prozent günstiger als die private Absicherung. Gleichzeitig spart der Arbeitgeber Lohnnebenkosten. Unsere Erfahrung zeigt: Langfristig setzt sich meist das wirtschaftlich beste Konzept durch. Das erwarten wir auch für die bAV.

Nach dem Willen der Koalition soll die bAV endlich bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorankommen. Wie kann der Verbreitungsgrad speziell in diesem Sektor erhöht werden?

Generell gilt: Die bAV verbreitet sich umso schneller, je mehr Anreize die Mitarbeiter haben, sich an ihr zu beteiligen. Ein starker Anreiz ist sicherlich, wenn der Arbeitgeber sich finanziell an der bAV beteiligt. Vielen Unternehmern ist noch nicht bewusst, dass sie mit der bAV auch personalstrategisch punkten können, ohne die Liquidität des Unternehmens zusätzlich zu belasten. Darüber hinaus gilt: Arbeitgeber müssen das Prinzip und die Chancen der bAV an ihre Mitarbeiter kommunizieren.

Welche Defizite sehen Sie in der Kommunikation?

Mittelständler tun sich hier oft schwerer als beispielsweise Konzerne, weil bei ihnen das bAV-Know-how geringer und die Instrumente der internen Kommunikation weniger ausgefeilt sind. HDI hat deshalb mit “bAV Maxx” ein Ansprachekonzept speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt.

Einerseits hilft bAV Maxx dem Unternehmer, einen Masterplan für eine wirtschaftlich effiziente bAV zu entwickeln. Andererseits veranschaulicht das Konzept die Effizienz der bAV für den Mitarbeiter. HDI bietet zum Beispiel Belegschaftsberatungen an und richtet online-basierte Mitarbeiterportale zur bAV im “Corporate Design” des Kunden ein.

Im Alter sind die Leistungen aus der bAV voll sozialversicherungspflichtig. Befürworten Sie einen Wegfall der Sozialversicherungspflicht? 

Der Umstand, dass volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge in der Rentenphase anfallen, belastet die bAV. Wenn die Bundesregierung die bAV fördern möchte, sollte sie diese Regelung schleunigst ändern.

Halten Sie eine Umsetzung für realistisch?

An eine volle Sozialversicherungsfreiheit für bAV-Renten glaube ich nicht – schon aus systematischen Gründen. Schließlich sind die umgewandelten Entgeltbestandteile in der Anwartschaftsphase schon steuer- und sozialversicherungsfrei. Geholfen wäre der bAV bereits, wenn sie steuer- und sozialversicherungsrechtlich mit der gesetzlichen Rentenversicherung gleichgestellt würde. Die Regierung hat es in der Hand. Ich bin gespannt, was uns die Legislaturperiode bringt.

Seite zwei: “Pensionzusage intelligent gestalten

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1 Kommentar

  1. Warum so eine verlogene und falsche Aussage. Warum nur die Vorteile der BAV darstellen? Auch die Rentenphase muss betrachtet werden. 100% ige Besteuerung der Rente, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge , Kürzung der GR durch BAV. Da ist der Vorteil schnell weg. Hört doch einfach mal auf die Bürger zu betrügen.

    Kommentar von Reinhard Ebenhan — 16. Mai 2014 @ 19:48

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