Anzeige
Anzeige
18. Juli 2014, 14:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stellenabbau bei Ergo: Konzern wiegelt ab

Der Düsseldorfer Versicherungskonzern Ergo plant einem Medienbericht zufolge einen umfassenden Stellenabbau, der auch die Ebene unterhalb des Vorstands betreffen soll. Demnach sollen bis 2018 1.300 Stellen wegfallen und die Kosten bis 2019 um 259 Millionen Euro sinken. Der Versicherer gibt sich unaufgeregt.

Stellenabbau bei Ergo: Versicherer wiegelt ab

Hauptsitz der Ergo Versicherungsgruppe in Düsseldorf.

Wie das “Manager Magazin” mit Verweis auf Unternehmenskreise berichtet, sehe ein internes Arbeitspapier mit Titel “Weiter gehen: Mein Ergo 2018” unter anderem vor, die zweite Führungsebene des Ergo-Konzerns zu verschlanken und die Verwaltungsprozesse zu straffen. Dem Bericht zufolge stünde der Konzern damit vor der dritten Spar- und Umbauwelle seit 2008.

Weiter heißt es, dass die Schadensbearbeitung in eine Tochterfirma ausgliedert werden soll und im Gegenzug Konzerntöchter auf größere Unternehmenseinheiten verschmolzen werden. Der Bericht nennt hier beispielhaft die Rechtsschutztochter DAS, die im Sachversicherer der Ergo-Gruppe aufgehen soll.

Ergo relativiert Medienbericht

Eine Ergo-Sprecherin erklärte auf Anfrage von Cash.Online, dass die Marke DAS auch nach der Verschmelzung erhalten bleibe. Die im Bericht genannten Zahlen zum Stellenabbau dementierte die Sprecherin nicht, betonte aber, dass entsprechende Planungen bereits seit der Bilanzpressekonferenz im April 2014 bekannt und damit “nicht neu” seien.

“Wir planen nicht mit betriebsbedingten Kündigungen”, ergänzte die Unternehmensvertreterin. Stattdessen setze man auf Altersteilzeit, natürliche Fluktuation und freiwillige Abfindungsleistungen. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 30.000 Mitarbeiter, davon etwa 18.600 in Deutschland.

Wachstum durch Sachversicherung

Weiter schreibt das Manager Magazin, dass Unternehmenschef Torsten Oletzky anstrebe, die Umsätze bis 2018 von derzeit 18 Milliarden Euro auf über 20 Milliarden zu steigern. Diese sollen weitgehend aus der Sachversicherung kommen. Das in den vergangenen Jahren bereits rückläufige Lebensversicherungsgeschäft werde Oletzky zufolge dagegen bis 2018 “bestenfalls stagnieren”, heißt es.

Der Gewinn soll sich bis 2018 von 436 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 580 Millionen erhöhen. Wie es scheint, will der Konzern dies aber nicht nur über Sparanstrengungen erreichen, sondern auch mit Hilfe von Investitionen in die Produktlandschaft: Es seien zahlreiche Produktinitiativen geplant, berichtet das Manager Magazin. (lk)

Foto: Ergo

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Betriebsrente: Garantieverbot kommt

Die Bundesregierung hat die Reform der Betriebsrente beschlossen. CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge. Der Bundestag soll dem Gesetzentwurf bereits am 1. Juni zustimmen.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilienpreise steigen in allen Segmenten

Die Immobilienmärkte sind unruhig in den letzten Monaten. Nach sinkenden Preisen im März verteuerten sich Wohnimmobilien im April wieder. Dr. Thilo Wiegand von Europace erklärt, warum die Preise langfristig nicht nachgeben.

mehr ...

Investmentfonds

“Gold kann zum Werterhalt eines Portfolios beitragen”

Sowohl ein direktes als auch ein indirektes Investment in Rohstoffe ist empfehlenswert, sagt Peter Königbauer, Head of Real Assets bei Pioneer Investments. Er sprach mit Cash. über die Entwicklung des Goldpreises und die Auswahl von Einzeltiteln.

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bürgerenergie-Projekte dominieren erste Windkraft-Ausschreibung

Die Konsequenzen der aktuellen Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Onshore-Windparks sind mehr Wettbewerb, hohe Unsicherheit und weniger Investitionsobjekte. Kommentar von Thomas Seibel, Geschäftsführer der re:cap global investors ag

mehr ...

Recht

Möblierte Wohnungen: Checkliste für Vermieter

Möblierte Wohnungen auf Zeit mieten zu können ist für Mieter und Vermieter praktisch. Auch wenn Mieter und Vermieter in der Regel Privatpersonen sind, müssen sie einige wichtige Punkte beachten. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste erstellt.

mehr ...