11. Dezember 2014, 10:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mindestrente: Mehrheit der Deutschen glaubt an Einführung

Die von der SPD geforderte Mindestrente von 850 Euro wird kommen – davon ist die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) laut einer repräsentativen Umfrage überzeugt. 39 Prozent glauben hingegen nicht daran, dass sich die Bundesregierung auf eine Rente oberhalb der Grundsicherung einigen kann. Vor allem Geringverdiener bezweifeln dies.

Mindestrente: Mehrheit der Deutschen glaubt an Einführung

In den alten Bundesländern glauben 65 Prozent an eine Einführung der Mindestrente, in den neuen Bundesländern bezweifelt dies jedoch die Mehrheit (52 Prozent).

Befragte, die ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro erzielen, sind beim Thema Mindestrente eher skeptischer. Von ihnen glauben nur 54 Prozent, dass diese in Zukunft kommen wird, teilt das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov auf Basis einer Umfrage unter rund 1.000 Deutschen im Auftrag des Direktversicherers Hannoversche mit.

Besserverdiener und Grünen-Wähler besonders zuversichtlich, Linke-Wähler skeptisch

Bei den Besserverdienern, mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen zwischen 3.000 und 4.000 Euro, erwarten 72 Prozent die Einführung einer staatlichen Mindestversorgung. Interessant sei es, so die Studienmacher, dass Wähler der Linkspartei am wenigsten an die Einführung glauben (51 Prozent). Am optimistischsten sind die Wähler der Grünen (79 Prozent).

Zudem offenbart die Studie regionale Unterschiede: In den alten Bundesländern glauben 65 Prozent an eine Einführung, in den neuen Bundesländern bezweifelt dies jedoch die Mehrheit (52 Prozent). Zudem seien Ältere optimistischer als Jüngere, heißt es bei YouGov.

Mindestanspruch soll nach 30 Beitragsjahren gelten

Die Einführung einer sogenannten Solidarrente ist ein wesentlicher Bestandteil des im November beschlossenen Rentenkonzepts der SPD. Demnach sollen Bürger nach 30 Beitragsjahren einen Mindestanspruch von 850 Euro Rente im Monat haben – auch dann, wenn sie längere Zeit arbeitslos waren oder einem Billigjob nachgegangen sind.

Für den Fall, dass Sozialversicherte trotz 30 Beitrags- und 40 Versicherungsjahren nicht auf diesen Betrag kommen, fordern die Sozialdemokraten, dass “eine zweite Stufe der Grundsicherung” im Sozialrecht eingeführt werden soll. (lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Rentenversicherung warnt vor Problemen bei Umsetzung der Grundrente

Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor erheblichen Problemen bei der Umsetzung der geplanten Grundrente. Präsidentin Gundula Roßbach nannte dabei am Mittwoch in Würzburg den geplanten Datenaustausch zwischen Rentenversicherung und Finanzbehörden, die Ermittlung der vorgesehenen 35 Jahre mit Beitragsleistung und den geplanten Startzeitpunkt der Grundrente.

mehr ...

Immobilien

Real I.S. finalisiert Exklusiv-Transaktion für Versicherung

Die Real I.S. AG hat mit der Immobel Holding Luxembourg Sarl das Closing für die Mixed-Use-Immobilie „Infinity Working & Shopping“ in Luxemburg bekannt gegeben und übernimmt das Asset Management für das Objekt. Die Transaktion war schon vor zwei Jahren vereinbart worden.

mehr ...

Investmentfonds

Jeder dritte Deutsche glaubt, dass 2020 finanziell besser wird

Die Wirtschaft floriert nach wie vor und die Arbeitslosigkeit ist auf niedrigem Niveau. Das hat Folgen: Fast jeder dritte Deutsche rechnet 2020 mit einer Verbesserung seiner finanziellen Situation. Beim Thema Geldanlage bleiben die Deutschen aber konservativ und setzen auf das Sparbuch. Das zeigt eine Umfrage von Ebase.

mehr ...

Berater

JDC und eVorsorge vernetzen ihre Systeme

Die zur VData Gruppe gehörende eVorsorge Systems GmbH und die zur JDC Group gehörende Jung, DMS & Cie. Pro GmbH wollen die Zusammenarbeit, die im Rahmen der Übernahme der Geschäftsfeldabwicklung im Versicherungsbereich für die VW Bank entstanden ist, im Bereich der firmenverbundenen Vermittler ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Über 50 Millionen Euro in neun Monaten verdient

Umsatz und Ergebnis des Investmentmanagers Corestate Capital Holding, unter anderem Muttergesellschaft des Fondsanbieters Hannover Leasing, sind in den ersten drei Quartalen 2019 gesunken. Doch das Unternehmen bleibt profitabel – und hat große Ziele.

mehr ...

Recht

Blitzer-Urteil: Messungen von privaten Dienstleistern sind rechtswidrig

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einer Grundsatzentscheidung bestätigt, dass Verkehrsüberwachungen durch private Dienstleister gesetzeswidrig sind und auf einer solchen Grundlage keine Bußgeldbescheide erlassen werden dürfen (Beschluss vom 6.11.2019, Az. 2 Ss-OWi 942/19).

mehr ...