Anzeige
17. Oktober 2014, 11:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hürdenlauf für die bAV

Das Ergebnis der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegebenen Studie zur geringen bAV-Durchdringungsquote im Mittelstand: 40 Hemmnisse gilt es, aus dem Weg zu räumen. Branchenexperten halten den Erkenntnisgewinn für überschaubar und manch einer nutzt die Gelegenheit, um den “Dauerbrenner” Opting-out erneut zur Diskussion zu stellen.

Opting-out

Bundesministerin Andrea Nahles möchte, dass Betriebsrenten im Mittelstand bald ebenso selbstverständlich abgeschlossen werden wie in großen Firmen.

Die Bundesregierung hat sich auf die Fahne geschrieben, die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland zu fördern. Ansetzen will sie vor allem bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), denn hier fällt es den bAV-Verantwortlichen besonders schwer, sich mit ihren Argumenten Gehör zu verschaffen.

Doch bevor es ans Werk gehen soll, erbat sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) eine Art Gebrauchsanweisung für die bAV im Mittelstand.

Angst vor Verwaltungsaufwand

Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Paderborn und die Hamburger Unternehmensberatung Kienbaum sollten im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) herausfinden, welche Stolpersteine auf dem Weg zu einer verbesserten bAV-Durchdringung liegen – am Ende haben die Experten einen ganzen Schuttberg zusammengekehrt.

Die Ende Juli vorgestellte Machbarkeitsstudie identifizierte 40 Hemmnisse, die einem weiteren Ausbau der bAV im Mittelstand entgegenstehen. In einem Satz zusammengefasst, stellen sich die Hürden für die Studienmacher folgendermaßen dar: “Dies sind insbesondere die Angst des Arbeitgebers vor hohem Verwaltungs- und Informationsaufwand, das fehlende Engagement des Arbeitgebers (keine aktive Kommunikation), das Fehlen von bAV-Spezialisten/ Personalressourcen im Unternehmen, gegebenenfalls geringes Einkommen der Mitarbeiter, fehlendes Engagement eines Betriebsrats (keine aktive Kommunikation) oder eine zu hohe Komplexität des Themas bAV beziehungsweise zu wenig einfach verständliche Informationen über die bAV.”

Seite zwei: Fazit nicht sonderlich überraschend

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Die einfachste Variante: private Vorsorge ist steuerlich absetzbar und in der Rente steuerfrei. Dann hätten wir kein Problem mit der AV und jeder Kunde versteht es.Die Politiker haben die AV kaputt und unattraktiv gemacht.

    Kommentar von Reinhard — 17. Oktober 2014 @ 12:52

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Indexpolicen: Verhaltener Optimismus bei Lebensversicherern

Ein Vergleich von Indexpolicen nur anhand von Renditeszenarien ohne Betrachtung der genauen Garantiegestaltung ist nur bedingt aussagekräftig. Insgesamt sind die Erwartungen zu Indexpolicen über alle Lebensversicherer hinweg verhalten positiv. Der Altersvorsorgemarkt wird in Bewegung bleiben.

mehr ...

Immobilien

Großstädte: Bevölkerungszahlen wachsen weiter – Wohnungsmangel bleibt

Die Einwohnerzahlen in den deutschen Großstädten legen weiter zu, so das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Mittlerweile lebten fast fünf Prozent mehr Menschen dort als noch im Jahr 2010. Dies habe Konsequenzen für die Wohnungspolitik.

mehr ...

Investmentfonds

Reformen in Argentinien als Balanceakt

Auf der Suche nach attraktiven Renditen ist seit Jahresbeginn viel Geld in die Schwellenländer geflossen. Zuletzt fand eine Anleihe Argentiniens mit einer Laufzeit von 100 Jahren reißenden Absatz. Das Reformprogramm von Präsident Mauricio Macri scheint erste Früchte zu tragen. Gleichzeitig ist noch ein weiter Weg zu gehen.

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Conceptif meldet Erlösplus

Die Hamburger Conceptif-Gruppe hat eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2016 von der anhaltend positiven Marktentwicklung bei privaten und gewerblichen Sachversicherungen profitiert. Demnach konnte die Gruppe deutliche Zuwächse bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis erzielen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...