Junge Menschen wollen Policen-Abschluss nicht digital

Trotz der hohen Bedeutung des Internets für die Jugendlichen bevorzugt die Mehrheit von ihnen beim Abschluss einer Versicherung noch immer den persönlichen Kontakt.

Jugendliche wollen bei Versicherungsabschluss beraten werden.

Für sechs von zehn Jugendlichen kommt der Kauf einer Police über das Internet nicht infrage. Das ist das Ergebnis einer nicht-repräsentativen Online-Befragung des Jugendmagazins „Spiesser“, das seine aktuelle Ausgabe dem Schwerpunktthema Geld gewidmet hat.

An der Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nahmen rund 400 Schüler, Studenten und Berufsanfänger zwischen 14 und 25 Jahren teil.

Fehlendes Vertrauen im Netz

Als Grund für das Nein zum Onlineabschluss nannten die Befragten unter anderem das nicht gegebene Vertrauen im Internet und den Wunsch nach einem direkten Ansprechpartner im Ernstfall.

Gleichwohl unterstreicht die Umfrage den wachsenden Stellenwert des Internets bei der Kaufentscheidung junger Menschen. Für immerhin 40 Prozent der Spiesser-Leser ist der Online-Abschluss einer Versicherung durchaus denkbar. Zugleich würden sich 42 Prozent der Befragten vor Vertragsabschluss zunächst im Internet über ihre Möglichkeiten informieren.

Ein Drittel der Leser fragt dagegen zunächst ihre Eltern um Rat, ein Viertel wendet sich direkt an einen Versicherungsvermittler oder die Bank.

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Große Wissenslücken unter den Jugendlichen

Die Umfrage offenbart jedoch noch große Wissenslücken unter den Jugendlichen. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Spiesser-Leser ist der Ansicht, grundlegend über Versicherungen Bescheid zu wissen. Der Rest fühlt sich wenig bis gar nicht informiert.

In der Verantwortung sehen die Jugendlichen in erster Linie ihre Eltern. Knapp 70 Prozent sehen sie in der Pflicht, sie besser über Versicherungen zu informieren. Sechs von zehn Jugendlichen halten dies für die Aufgabe des Versicherungsvermittlers.

Foto: Shutterstock

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