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25. April 2014, 08:01
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Fondspolicen: “Laufende Beratung vonnöten”

Angesichts der Niedrigzinsphase erwarten Versicherer den baldigen Durchbruch der Fondspolice. Dies würde ein konsequenteres Vertragsmonitoring seitens der Versicherer und Berater implizieren. Mit Branchenvertretern diskutierte Cash. über künftige Lösungen in einem herausfordernden Marktumfeld.

Fondspolicen-roundtable in Fondspolicen: Laufende Beratung vonnöten

Von links: Markus Willmes, Axa; Claude Hellers, Fidelity und Claus Mischler, Standard Life.

Cash.: Das Konsumklima in Deutschland liegt laut der GfK auf einem Sieben-Jahres-Hoch. Die Sparneigung blieb dementsprechend auf extrem niedrigem Niveau. Unter Umständen kann mehr Kreativität in den Produkten diesem Trend entgegenwirken: Bafin-Präsidentin Elke König hat die Branche aufgefordert, “intelligente, ausgewogene Lösungen” auf den Markt zu bringen. Kommen die Versicherer diesem Auftrag nach?

Frank Trapp, Zurich: Die Branche ist derzeit im Aufbruch und sucht nach neuen Ansätzen insbesondere mit alternativen Garantien. Wir bei Zurich haben schon im Jahr 2007 einen Weg eingeschlagen: Gemeinsam mit unserem Partner DWS haben wir das Garantiemodell individuelle Constant Proportion Portfolio Insurance entwickelt.

I-CPPI ist eine innovative Absicherungsstrategie, bei der tagesaktuell je nach Marktlage zwischen risikoreicheren Anlageklassen und risikoärmeren, auf Kapitalerhalt ausgerichteten Anlageklassen umgeschichtet wird. Das bedeutet: Für jeden einzelnen Versicherungsnehmer werden im I-CPPI-Modell individuell, automatisch und tagesaktuell die bestmöglichen Performancechancen analysiert und das Fondsportfolio durch Umschichtungen optimiert.

Seither haben wir unser Know-how und Angebot bei fondsbasierten Produkten konsequent ausgeweitet und befinden uns in einer marktführenden Position. Wir glauben, dass die fondsgebundenen Rentenversicherungen langfristig attraktiv sind und mit eingeschlossenen Garantiekomponenten die von unseren Kunden gewünschten Sicherheitsaspekte erfüllen können.

Dr. Claus Mischler, Standard Life: Man sollte immer auch das Bestehende hinterfragen. Schauen Sie mal nach Frankreich: Dort werden Garantien immer nur für einen Zeitraum von zehn Jahren ausgesprochen und dann können sie geändert werden. Da frage ich mich hier in Deutschland schon: Warum besteht eigentlich in der Niedrigzinsphase der Bedarf, einen garantierten Rechnungszins über die gesamte Laufzeit festzulegen?

Das Schlimmste, was der Branche passieren kann, ist ja gar nicht, dass die Zinsen unten bleiben, sondern dass die Zinsen ansteigen. Dies würde eine massive Stornowelle in der Lebensversicherung nach sich ziehen: Denn so mancher Kunden würde ein Festgeld von vier Prozent einem Garantiezins von 1,25 Prozent, der nicht angepasst werden darf, vorziehen.

In der Fondspolice sind wir schon einen deutlichen Schritt weiter: Hier gibt es neben Lösungen mit Garantien auch Lösungen ohne Garantien, wie etwa Absolute-Return-Strategien oder risikogemanagte Portfolios, die nach Risikokennzahlen ausgerichtet werden.

Seite zwei: Anlagekategorien sollten flexibilisiert werden

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1 Kommentar

  1. Ich habe eine Fondspolice bei der Aachen Münchner. Auffällig sind für mich, die in meinen Augen, relativ hohen Kosten der Fonds und Intransparenz die mit den Kosten und dem Invest einhergehen. Auch ist die Fondsauswahl sehr begrenzt. Ich würde nie wieder eine Fondspolice abschließen, weil ich dass Gefühl habe, dass relativ hohe Kosten die Kurssteigerungen absorbieren. Und wenn ich an Betreuung der Fondspolicen denke, denke ich auch an die hohen Kosten für die Betreuung.

    Kommentar von Mike — 25. April 2014 @ 22:12

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